Die Wissenschaft der Erleuchtung – Gastbeitrag von Sascha A. Jaksic

Die Wissenschaft der Erleuchtung– Gastbeitrag von Sascha A. Jaksic

Ein logischer Leitfaden zur Selbsterforschung

Deine Welt existiert nur dank deiner Sinnesorgane

Wolken existieren für dich, weil du sie sehen kannst. Wind, weil er über dein Gesicht streicht, Der Duft der Blumen, weil du riechen kannst. Auch alles andere – Vögel, Schneeflocken, Häuser und Menschen. All das existiert für dich nur, weil du es über deine Sinne sehen, hören, fühlen usw. kannst. Würden deine Sinne plötzlich versagen, so wüsstest du nichts mehr über die Welt. Wie im Tiefschlaf oder Koma.

Deine Welt ist zu 100% virtuell

Wenn dein Auge einen Baum sieht, so geht das Bild vom Baum nicht direkt in dein Bewusstsein. Das Bild vom Baum besteht aus dem Licht, welches vom Baum reflektiert wird. Dieses Licht trifft auf die Sinneszellen deiner Augen. Und dort wird das Bild in elektrische Signale aufgelöst und in dein Gehirn geleitet. Wenn du einen Baum siehst, so siehst du also in Wahrheit keinen Baum. Alles was du hast ist dieser Morse-Code aus elektrischen Signalen. Einsen und Nullen – genau wie beim Computer. Aber weil du nie etwas anders hattest, ist das deine einzige und vollständige Wirklichkeit. Deine Wirklichkeit hat also nichts mit der Realität zu tun. Das was du als Welt erfährst, ist reine aktive Interpretation deines Gehirns. 100% virtuell.

Tag und Traum sind dasselbe

Weil deine Wahrnehmung der Welt vollständig in deinem Gehirn stattfindet und dort aktiv konstruiert wird, kann dein Gehirn sich auch seine eigenen Geschichten erzählen. Es sendet sich selbst Signale und erschafft damit ganze Traum-Welten. Technisch existiert für dich kein Unterschied zwischen dem was du am Tage oder im Traum erlebst. Beides ist auf 100% virtuell und beides ist auf exakt dieselbe Weise konstruiert.

Wer bist du, wenn du träumst?

Ob am Tage oder im Traum hast du das Erleben ein bewusstes, aus freiem Willen handelndes Selbst zu sein. Aber wenn du im Traum über ein Feld gehst – wer bist du dann eigentlich? Bist du dann wirklich dieser gehende Mensch, dieses bewusste Ich welches über das Feld schaut? Das kann nicht sein. Denn wir wissen ja, dass du in Realität im Bett liegst und schläfst. Aber davon weißt du im Traum nichts und erlebst dich als vollkommen reales, bewusstes, mit freiem Willen handelndes Selbst.

Du kannst kein Körper sein

Dein Körper ist also nicht entscheidend für dein Erleben ein bewusstes, aus freiem Willen handelndes Selbst zu sein. Denn offensichtlich macht es für dich keinen Unterschied, ob du einen realen oder einen geträumten Körper hast. Sie sind vollkommen austauschbar. Damit kannst du in der Essenz nicht ein Körper sein. Du wirst sagen: Auch, wenn ich nicht dieser Körper sein kann, so bin ich aber trotzdem dieser spezielle Mensch mit meiner persönlichen Geschichte, meinen eigenen Gefühlen, Gedanken und Wünschen.

Du bist nicht was du zu sein glaubst

Es gibt die Erfahrung von Gefühlen, Emotionen, Gedanken und Erinnerungen. Aber auch diese werden auf dieselbe Weise erfahren wie wir unseren Körper erfahren. Einfach nur als Gegenstände unserer Wahrnehmung. Auch hier ist es egal, ob wir wach sind oder träumen. Gedanken und Emotionen kommen und gehen. Wir sind aber nicht diese Gedanken oder Emotionen, wir sind als Betrachter dieser Erscheinungen von ihnen getrennt und verschieden. Im Alltag unterscheiden wir nicht so genau. Da sind wir identifiziert. Aber wenn wir ganz genau hinsehen erkennen wir, dass wir Selbst nicht diese Erscheinungen sein können. Du wirst sagen: Und trotzdem erlebe ich mich deutlich als mich selbst. Woher kommt dann dieses Ich-Gefühl?

Du bist nicht dein “Ich”

Mit “Ich” meinen wir im Alltag ganz unspezifisch uns selbst als erlebte Einheit aus Körper, Wille, Charakter und Gedankengut. Wenn wir genauer hinsehen, so ist es: “mein” Körper, “meine” Gedanken usw. Das “Ich” steht für unsere Identität. Es ist erlebter Ausdruck dessen womit wir uns identifizieren: “Ich bin eine Frau, 50 Jahre alt, verheiratet, 2 Kinder, Jura studiert, wähle SPD” usw. – das bin ich.“ Das Ich-Gefühl existiert nicht aus sich selbst heraus, sondern entsteht von Sekunde zu Sekunde aktiv in der Identifikation mit der Welt. Du bist nicht dieses “Ich”, aber du hast bzw. erlebst ein “Ich-Gefühl”. Es ist einfach nur eine weitere Erscheinung in deinem Bewusstsein genau wie der Körper, die Emotionen und Gedanken. Du kannst dein Ich-Gefühl bewusst betrachten und bist folglich davon verschieden und getrennt. Also wirst du weiter sagen: Ich bin also weder Körper noch Gefühle, Emotionen, Gedanken, Erinnerungen und auch das Ich-Gefühl bin ich nicht. Und trotzdem habe ich offensichtlich einen Willen. Ich kann entscheiden. Bin ich dieser Wille?

Du hast keinen freien Willen

Du hast die Fähigkeit, deine Aufmerksamkeit zu lenken und Aktionen auszuführen. Wenn du deine Hand heben möchtest, so tust du das einfach. Wir wissen heute aber ganz klar, dass es in Realität so ist, dass dein Gehirn diese Entscheidungen trifft – und nicht du. Denn sobald du in deinem Erleben die bewusste Entscheidung triffst, jetzt die Hand zu heben – hat das in Wahrheit dein Gehirn schon vor einer drittel Sekunde für dich getan. Dein subjektives Jetzt-Erleben hinkt zeitlich hinterher. Deine Gegenwart ist die Vergangenheit deines Gehirns. Aus wissenschaftlicher Sicht, hast also keinen freien Willen – es fühlt sich nur so an. Dein Gehirn sitzt allein am Steuer, du bist nur einpassiver Beobachter. Du wirst weiter sagen: Bin ich also dieser passive Beobachter? Reines Bewusstsein?

Du bist nicht dein Bewusstsein

Du weißt gerade jetzt mit absoluter Sicherheit, dass du existierst. Damit meinst du nicht die Welt und auch nicht deinen Körper. Und dabei ist es egal ob du wach bist oder träumst. Wenn du dich selbst fragst, ob du existierst, so wendet sich deine Aufmerksamkeit, dein Bewusstsein, auf sich selbst hin und du wirst dir deiner Selbst auf eine innerste intimste und lebendigste Weise bewusst. Du weißt, ohne dieses Bewusstsein würdest du aufhören zu existieren. Und trotzdem ist es immer noch ein Wissen. Du weißt, dass du bewusst bist. Es ist so sehr materielle Information, dass du sogar darüber nachdenken kannst. Damit ist das immer noch eine Erscheinung und nicht wirklich dein tiefstes und letztes Selbst. Was bleibt? Fragst du.

Was die Neurowissenschaft sagt

Die Neurowissenschaft geht davon aus, dass wir nur biologische Maschinen sind und dass auch alles Subjektive ebenso rein biologischen Ursprungs ist. Dabei betrachtet und beurteilt die Wissenschaft natürlich nur, was sie messen kann. Und Messbar ist nur, was existiert. Und Existenz hat nur, was Zeit und Raum einnimmt.

Nichts existiert außerhalb von Raum und Zeit

Für die Wissenschaft im Allgemeinen, gibt es nichts, was außerhalb von Zeit und Raum existieren könnte. Ohne Zeit gibt es keinen Raum und keine Veränderung. Ohne Veränderung gibt es keine Erscheinungen. Dabei ist es egal, ob das Universum real ist oder nur geträumt. Auch alles was du als Mensch bist, existiert nur in der Zeit. Körper, Gefühle, Gedanken und Bewusstsein. Alles hat einen Anfang, verändert sich und hat ein Ende. Und alles was du so in Zeit und Raum bist, kann die Wissenschaft auch messen.

Die Mystiker sagen komische Sachen

Für die objektive, messende Wissenschaft muss hier also alle Diskussion enden. Aber über Jahrhunderte gab es in verschiedensten Kulturen immer wieder Menschen die von etwas berichtet haben, was wir “mystische Schau“ und „mystische Erfahrung” nennen. Eine Transzendierung von Zeit und Raum. Ein “Schauen” jenseits der Grenzen der Erfahrung. Wir finden diese Berichte überall. Im Islam, Judentum, Christentum, Hinduismus, Buddhismus, Daoismus.

Eine transzendente Realität?

Auch wenn diese Berichte in verschiedensten Farben und Kleidern daherkommen, so tragen sie im Kern alle dieselbe Botschaft. Dass es eine höhere Realität gibt die jenseits von Zeit und Raum liegt. Das klingt natürlich erstmal verrückt. Vor allem macht es einfach keinen Sinn, dass ein Mensch der ja nur innerhalb von Zeit und Raum existieren kann eine Erfahrung machen sollte, die außerhalb von Zeit und Raum liegt. Aber der entscheidende Punkt ist dabei, dass es eben keine Erfahrung ist. Und dass es auch nicht etwas ist, was nicht auch jetzt schon zugänglich ist. Wovon diese Mystiker berichten, kann man sich in etwa so vorstellen:

Der Traum Gottes

Die Realität ist etwas, was Zeit und Raum übersteigt. Zeit und Raum (bzw. das Universum) ist nur ein Ausdruck dieser Realität. Ähnlich wie ein Hologramm nur räumlich erscheint. Oder auch wie ein Landschaftsbild nur scheinbar räumliche Tiefe hat. Die Welt ist wie der Traum eines Träumenden. Der Traum ist zwar da – aber er existiert nicht aus sich selbst heraus. Der Traum ist der bewegte Ausdruck eines unbewegten Träumers. Das Universum ist eine Art „Traum Gottes“.

Mystiker oder Wissenschaft – wer hat Recht?

Hier dreht sich in den Aussagen der Mystiker das Realitätsverständnis der Wissenschaft auf den Kopf. Plötzlich ist das Universum nicht mehr die grundlegende und letzte Realität – sondern nur noch eine Art Traum einer noch höheren Realität. Was hat das alles mit uns zu tun? Nun – die Behauptung ist, dass wir Selbst im tiefsten Kern diese höhere Realität sind und dass die Welt und unser Menschsein nichts ist als unser Traum.

Alles Verrückt und Einbildung?

An dieser Stelle mögen sich so manchem die Nackenhaare sträuben: „Das hat ja alles ganz gut und stringent logisch angefangen. Aber jetzt sind wir leider in pure Phantasterei abgeglitten!“ Ja, diese Stelle, dieser Übergang ist nicht einfach zu erklären. Aber lassen wir mal alle Wissenschaft und das Denken beiseite und beziehen wir uns nur auf unser direktes Erleben.

Was soll der Quatsch – ich bin doch!

Wir alle haben das klare und eindeutige Erleben – zu Sein. Wir sind! Bewusstes Sein. Auch wenn wir in innersten Kern weder Körper, Geist, Psyche noch Bewusstsein sein können – so bleibt doch am Ende immer noch die Tatsache, dass es eine Art Raum oder Feld gibt, in dem das alles erscheint. Was ist DAS? Was ist dein innerstes Selbst in welchem dein Bewusstsein und damit alles andere erscheint? Du hast jetzt die Entscheidung, dein subjektives Selbst-Erleben gemäß den obigen Ausführungen, als rein biologische und evolutionstechnische Fiktion anzuerkennen, oder die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass DU etwas bist, was über das hinausreicht, was du bislang zu sein glaubtest.

Selbst-Erforschung

Wenn du als Mensch an dieser Stelle, die Untersuchung deiner Wirklichkeit, diese Erforschung deiner Selbst konsequent weiter betreibst, wirst du zum selben Ergebnis kommen wie all die Mystiker vor dir. Das DU gar nicht dieser Mensch bist. DU erkennst deine zeitlos wahre Natur. DU erkennst, dass dein Menschsein und die ganze Welt nicht ist, als ein vergänglicher Traum. Darin findet dein Mensch Frieden und Erleuchtung – und in der Reflektion deines erwachten Menschen ahnst Du dich selbst.

Kein Erreichen und kein Finden

In der Selbsterforschung gibt es kein Erreichen und kein Finden. Weil DAS, was durch unsere menschlichen Augen schaut, schon das Gesuchte ist. Der Suchende ist selbst das Gesuchte. Welche Bewegung könnte mich mir selbst näherbringen, wenn ich doch schon immer genau HIER bin? Die Lösung liegt in der Überwindung der Täuschung, dieser sterbliche Mensch zu sein. Dieser Mensch ist nur ein Bild. Ein flüchtiger Traum.

Der direkte Weg zur Erleuchtung

Wer Selbsterforschung betreibt, braucht nichts zu tun, außer zu unterscheiden, was er in der letzten Konsequenz ist – und was nicht. Er braucht nur die Täuschung als solche zu erkennen. Das ist die ganze Übung. Aber die Übung betrifft den Menschen und findet damit in Zeit und Raum statt und dauert also auch ihre Zeit. Das was DU bist, ist immer frei und ohne Täuschung. DU bist außerhalb der Zeit. Es ist immer der Traum der transparent werden muss.

Erkenne dich Selbst!

Gastbeitrag von Sascha A. Jaksic – https://www.live-satsang.de/

Über Damodar (admin)

Das Erschaffen einer neuen Erde ist untrennbar mit dem Gehen des spirituellen Weges verbunden. Eine neue Erde kann ohne das andere nicht sein. Wenn ich mich bereit erkläre, mein ganzes Leben der Suche nach meiner wahren Identität zu unterstellen, erfahre ich mich selbst als eins mit dem unbegrenzten, ewigen und glückseligen Bewusstsein, das wir Gott nennen. Durch den Kontakt und letztlich das Verschmelzen mit Gott wird unser wahres und ganzes Potential verwirklicht - die Erfüllung unserer Seele. Wir bestimmen stets selbst durch jede einzelne unserer Entscheidungen im Leben, ob wir der Angst oder der Liebe Raum in uns geben. Angst entfernt uns dabei immer mehr von dem Paradies in uns, während Liebe uns immer näher an Gott annähert. Wer jedoch immer der Liebe folgt, ohne abzuweichen, kommt am Ende bei Gott selbst an. Auf unserem Weg zu uns selbst gilt dabei immer der kosmische Grundsatz: "Wie innen, so außen". Daran können wir überprüfen, wie nahe wir Gott schon sind. Die paradiese Erfüllung, die unser wahres Selbst ist, kann es nur dann geben, wenn wir auch das Paradies in uns befreien. Das Gute daran ist: Es ist schon da, wir sind bereits eins mit Gott, wir müssen es nur wieder erkennen (das ist Weisheit) und folgend auf diese Erkenntnis die Unschuld, Reinheit und die Liebe unseres Herzens zulassen (das ist Liebe). Die Texte auf dieser Homepage wurden von mir verfasst und spiegeln meine rein persönliche Ansicht und Meinung wieder. E-Mail: damodar@erde-und-geist.de, webmaster@erde-und-geist.de
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