{"id":124,"date":"2012-10-17T19:22:42","date_gmt":"2012-10-17T17:22:42","guid":{"rendered":"http:\/\/erde-und-geist.de\/blog\/?p=124"},"modified":"2018-05-15T21:41:08","modified_gmt":"2018-05-15T19:41:08","slug":"die-macht-des-schenkens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/erde-und-geist.de\/blog\/?p=124","title":{"rendered":"Die Macht des Schenkens"},"content":{"rendered":"<p>In unserer materialistischen Welt ist, wie ein Freund von mir auf Facebook k\u00fcrzlich gut bemerkt hat, <strong>der Besitz die gr\u00f6\u00dfte Religion <\/strong>mit gro\u00dfem Abstand zu den f\u00fcnf Weltreligionen, die die Menschen auf dieser Erde praktizieren.<\/p>\n<p>Die Menschen beziehen einen gro\u00dfen Teil ihres Wohlgef\u00fchls heutzutage aus dem Konsum von materiellen Dingen. Und wir glauben, auch den Besitz als Schutz vor der Welt zu ben\u00f6tigen, da wir die Verbindung zum universellen Leben mit der Natur bzw. uns selbst verloren haben, und alle anderen dadurch als potentielle Feinde betrachten.<\/p>\n<p>Das Thema Geld und Besitz ist heutzutage vielerorts <strong>tabuisiert<\/strong>. Geld und Besitz sind Themen, die <em>mit extrem viel Angst besetzt<\/em> sind. &#8212; <strong>Existenzangst<\/strong> &#8212; Das ist die Angst, ohne Besitz nicht mehr zu SEIN&#8230;<\/p>\n<p>Wegen der gro\u00dfen Angst gelingt uns eine <em>objektive<\/em> <em>Sichtweise<\/em> nicht mehr. Heute sind wir Menschen vom Neid (=Mangeldenken) zerfressen.\u00a0 Wir glauben, dass <em>Erf\u00fcllung<\/em> und <em>Sicherheit<\/em> im Horten und Festhalten der materiellen Dinge erreicht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Da praktisch jeder Mensch so denkt und durch unangebrachtes Zur\u00fcckhalten der <em>Fluss des Lebens<\/em> aufgehalten wird, entsteht auch <em>real<\/em> ein Mangel und wird durch das sinnliche Auge von uns wahrgenommen und verst\u00e4rkt wiederum unseren Glauben an den Mangel an sich.<\/p>\n<p>Mangel ensteht zuerst in unserem Bewusstsein durch das MEHR-Haben-Wollen als was der jetzige Augenblick, die einzige Wirklichkeit, bietet.<\/p>\n<p>Das bedingt auch, dass wir im Reichsein einen <strong>absoluten<\/strong> Wert sehen, wo in Wirklichkeit keiner ist. Wo wir jedoch einen absoluten Wert sehen, dort schaffen wir eine Religion.<\/p>\n<p>Wo eigentlich genug f\u00fcr alle da ist, wird so aus dem Denken in Begrenzungen und Mangel nicht mehr geteilt und jeder versucht seinen Besitz auf Kosten der anderen aus Angst &amp; Gier (Gier ist eigentlich auch nur Angst) noch mehr zu vergr\u00f6\u00dfern. Das ist auch der heutige <em>Turbokapitalismus<\/em>, der nur Gewinnmaximierung und Absicherung und Abgrenzung des Besitzes als alleinige Maximen kennt.<\/p>\n<p>Jetzt schreibe ich in der Ich-Form, um die Denkweise des menschlichen Egos zu illustrieren:<\/p>\n<p>Durch Mangeldenken, durch Konkurrenzdenken und Nicht-Teilenwollen entsteht auch in mir selbst immer mehr eine Atmosph\u00e4re der Angst. Ich entferne mich so immer mehr von dem Selbstausdruck der Liebe, die ich in Wirklichkeit bin. Die Macht der Angst steigt in mir und die <em>Illusion der materiellen Welt<\/em> als Platz der Angst, der Begrenzungen, des Mangels und des Kampfes verfestigt sich durch die starke Energie der Angst in meinem menschlichen Bewusstsein. Ich schneide mich immer mehr von der Quelle meines Herzens, der reinen <em>unberrechnenden<\/em> <em>Liebe<\/em>, ab mit allen negativen Folgen.<\/p>\n<p>Ich projiziere mein Gl\u00fcck immer mehr in die <strong>Zukunft<\/strong>. Mir gelingt es nicht mehr am <em>Jetzt<\/em> Freude zu empfinden. Ich drehe mich im Hamsterrad der modernen westlichen Arbeits- und Leistungsgesellschaft immer schneller mit, denn ich habe Angst beim Rennen nach den materiellen Freuden und dem mir Ansehen, Macht, Anerkennung und Sicherheit verschaffenden Besitz den K\u00fcrzeren zu ziehen in Konkurrenz mit den Anderen, gegen die ich ja k\u00e4mpfen muss. Die anderen, die genau wie ich auch nicht teilen wollen. Gegen die ich ja k\u00e4mpfen will, denn ich will MEHR als die anderen SEIN.<\/p>\n<p>Und so vertiefe ich mich immer mehr in den Kampf um die Dinge, um die Sicherheit und die Anerkennung, dass ich nicht mehr in der Lage bin meinen Blick davon abzuwenden und mich<em> positiven Lebensmodellen, positiven Menschen und positiven Handlungsweisen<\/em> zuzuwenden.<\/p>\n<p>Das Hamsterrad dreht sich immer schneller und ich bemerke gar nicht, wie mein Leben dahin schwindet. Wie ich nicht mehr genie\u00dfen kann, keine Zeit mehr habe f\u00fcr nichts und niemand. <em>Die Blume auf dem Wegesrand<\/em>, die ich gar nicht mehr bemerke und wie ich <em>immer mehr verr\u00fcckt werde<\/em> auf meinem Trip <strong>in den Wahnsinn von Gier und Angst<\/strong>.<\/p>\n<p>In diesem Modus befindet sich gr\u00f6\u00dftenteils unsere ganze westliche Gesellschaft. <em>Im Prinzip sind alle Leute ver-r\u00fcckt, vom Weg der Liebe abgekommen<\/em>. Wir verschwenden unser Leben mit Nichtigkeiten, Angst, Kampf, Konkurrenz und Gier, anstatt uns zu besinnen, <em>wer wir wirklich sind<\/em> und was wir wirklich in dieser menschlichen Form erfahren wollen.<\/p>\n<p>Nirgendwann war dieser Wahnsinn offentsichtlicher als heute. In einer Zeit von Turbokapitalismus, Eurokrise, Rettungs- und Sparpaketen, verlogenen Politikern, enormem materiellem Reichtum bei gleichzeitiger extrem ungleicher Verm\u00f6gensverteilung fragen sich immer mehr Menschen, was unser Leben eigentlich in seiner Essenz ausmacht: Jenseits vom Raffen von materiellen Dingen und dem t\u00e4glichen Existenzkampf&#8230;<\/p>\n<p>Die st\u00e4rkste Religion auf diesem Planeten ist die <em>Religion des Geldes<\/em>!<\/p>\n<p><strong>Dabei liegt gerade oft im Schenken und Spenden eine geheime spirituelle Macht verborgen.<\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir aus freiem Herzen und <em>ohne<\/em> den Gedanken an eine Gegenleistung etwas Materielles schenken, <em>schw\u00e4chen wir die Illusion der Materie ab<\/em>. Zeit und Raum nehmen an Dichte ab und wir k\u00f6nnen durch den Ausdruck unseres liebenden Herzens zunehmend die <em>unendliche Weite des Selbst<\/em> sp\u00fcren. Manchmal k\u00f6nnen wir durch liebendes Schenken sogar <em>Gl\u00fcckseligkeit<\/em> erleben.<\/p>\n<p><strong>Habt ihr das schon einmal probiert? Habt ihr schon einmal einen substanziellen Geldbetrag aus reinem Herzen einfach so, ohne den Gedanken an eine Gegenleistung, verschenkt?<\/strong><\/p>\n<p>Vieles funktioniert auf der spirituellen Ebene <em>entgegengesetzt<\/em> zur profanen materiellen Ebene.<em><strong> Ist es Euch schon einmal aufgefallen, dass nur im Bereich der Liebe durch Weggeben mehr entsteht?<\/strong><\/em> Die Liebe wird mehr, umso mehr ich sie hergebe. Die Illusion der Trennung vom Ganzen, der Trennung von den anderen wird weniger durch das Geben aus Liebe.<\/p>\n<p>Auf dem <em>Marktplatz<\/em> verh\u00e4lt es sich jedoch genau umgekehrt. Dort erh\u00e4lt man nur mehr durch das <em>Nehmen<\/em>. Da wir an das durch das menschliche Auge Gesehene als absolute Wirklichkeit glauben und unseren Sinnen mehr vertrauen als der <em>Intuition<\/em> &#8211; der Sprache unseres Herzens -, haben wir Angst.<\/p>\n<p>Wenn wir ans mehr in der <em>Zukunft<\/em> als Heilsbringer denken, verlieren wir uns in der Trennung vom jetzigen Augenblick, von den anderen und dem Ganzen. Alle Trennung ist letztlich <em>illusion\u00e4r<\/em>. <strong>Die Wirklichkeit jedoch wird nur durch den Weg der Liebe erkannt.<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin nicht gegen den Besitz von Dingen und materielle Vergn\u00fcgungen. Auch ich finde materiellen Komfort und viele Produkte zu besitzen toll und bereichernd. Wohlstand und Prosperit\u00e4t sind etwas Wertvolles.<\/p>\n<p>Aber worauf ich hinweisen will, was in unserer Welt leider zu oft vergessen wird:<\/p>\n<p><strong>Nichts Weltliches kann die Liebe ersetzen, denn die Liebe sind wir! Die Liebe ist unser wahres Selbst!<\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir die Liebe f\u00fcr materielle Dinge, Sicherheit und Anerkennung auf dem Marktplatz <strong>verkaufen<\/strong>, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir auf die Dauer keine Freude, Liebe und keine Leichtigkeit mehr im Leben empfinden k\u00f6nnen. Was sind wir ohne die Liebe noch anderes als &#8222;<em>gefallene Engel<\/em>&#8222;&#8230;?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"shariff\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Die%20Macht%20des%20Schenkens https%3A%2F%2Ferde-und-geist.de%2Fblog%2F%3Fp%3D124\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#6364FF; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"75\" height=\"79\" viewBox=\"0 0 75 79\" fill=\"none\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\"><path d=\"M37.813-.025C32.462-.058 27.114.13 21.79.598c-8.544.621-17.214 5.58-20.203 13.931C-1.12 23.318.408 32.622.465 41.65c.375 7.316.943 14.78 3.392 21.73 4.365 9.465 14.781 14.537 24.782 15.385 7.64.698 15.761-.213 22.517-4.026a54.1 54.1 0 0 0 .01-6.232c-6.855 1.316-14.101 2.609-21.049 1.074-3.883-.88-6.876-4.237-7.25-8.215-1.53-3.988 3.78-.43 5.584-.883 9.048 1.224 18.282.776 27.303-.462 7.044-.837 14.26-4.788 16.65-11.833 2.263-6.135 1.215-12.79 1.698-19.177.06-3.84.09-7.692-.262-11.52C72.596 7.844 63.223.981 53.834.684a219.453 219.453 0 0 0-16.022-.71zm11.294 12.882c5.5-.067 10.801 4.143 11.67 9.653.338 1.48.471 3 .471 4.515v21.088h-8.357c-.07-7.588.153-15.182-.131-22.765-.587-4.368-7.04-5.747-9.672-2.397-2.422 3.04-1.47 7.155-1.67 10.735v6.392h-8.307c-.146-4.996.359-10.045-.404-15.002-1.108-4.218-7.809-5.565-10.094-1.666-1.685 3.046-.712 6.634-.976 9.936v14.767h-8.354c.109-8.165-.238-16.344.215-24.5.674-5.346 5.095-10.389 10.676-10.627 4.902-.739 10.103 2.038 12.053 6.631.375 1.435 1.76 1.932 1.994.084 1.844-3.704 5.501-6.739 9.785-6.771.367-.044.735-.068 1.101-.073z\"\/><defs><linearGradient id=\"paint0_linear_549_34\" x1=\"37.0692\" y1=\"0\" x2=\"37.0692\" y2=\"79\" gradientUnits=\"userSpaceOnUse\"><stop stop-color=\"#6364FF\"\/><stop offset=\"1\" stop-color=\"#563ACC\"\/><\/linearGradient><\/defs><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Ferde-und-geist.de%2Fblog%2F%3Fp%3D124\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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