Paramahansa Yogananda sagte den spirituellen Aufstieg bereits in den 1950er Jahren voraus!

Der bekannte indische Heilige Paramahansa Yogananda, der die Weisheit Indiens nach Westen brachte,  sagte den spirituellen Aufstieg bereits in den 1950er Jahren voraus:

„Der ungeahnte technische Fortschritt in der Zivilisation, der durch die Spaltung des Atoms und die Nutzung subatomarer Energien ermöglicht wird, wird letztlich alle Völker in Bezug auf Reisen und Kommunikation in eine solche Nähe bringen, dass die Menschheit ihre Einstellungen neu bewerten muss. Entweder wird Beharrlichkeit in ignoranter Intoleranz Massenleiden auslösen, oder eine Offenheit für die gemeinsame spirituelle Verbindung der Seelen wird ein globales Wohlergehen von Frieden und Freundschaft voraussetzen. Dies ist ein klarer Aufruf, dass es an der Zeit ist, die Wahrheit von falschen Überzeugungen und das Wissen von Unwissenheit zu trennen. Die Lehren Jesu, wie sie in Harmonie mit den Offenbarungen der Großen in Indien verstanden werden, werden die praktischen Methoden der intuitiven Erkenntnis der Wahrheit durch Selbstverwirklichung wiederbeleben. Verwirklichte Wahrheit und wissenschaftliche Erkenntnisse sind das sichere Mittel, um die schattenhaften Zweifel und den Aberglauben zu bekämpfen, die die Menschheit heimsuchen. Nur eine mächtige Flut des Lichts der Wahrheit durch die tatsächliche Gemeinschaft mit Gott kann die gesammelte Dunkelheit der Zeiten zerstreuen.“

Englischer Originaltext:

„The undreamed-of technical advances in civilitation made possible by the splitting of the atom and the harnessing of subatomic energies will ultimately bring all peoples into such close proximity in travel and communication that humanity will have to reevaluate its attitudes. Either persistence in ignorant intolerance will spark mass suffering, or an openeness to the common spiritual link of souls will presage a global well-being of peace and amity. This is a clarion call that the time has come to seperate truth from spurious convictions, knowledge from ignorance. The teachings of Jesus as understood in harmony with the revelations of the Great Ones in India will revive the practical methods of the intuitive knowing of truth through Self-Realization. Realized truth and scientific knowledge are the sure means to combat the shadowry doubts and superstitions hedging humanity. Only a mighty flood of the light of truth through acutal communion with God can dispel the gathered darkness of the ages.“

 

Quelle: The Second Coming of Christ, Volume 1, S.243, Paramahansa Yogananda, 2004 Self-Realization Fellowship.

Veröffentlicht unter Gedanken über die Welt, spirituelle Gedanken, Zitate | Verschlagwortet mit , , | Kommentare deaktiviert für Paramahansa Yogananda sagte den spirituellen Aufstieg bereits in den 1950er Jahren voraus!

Was geschieht mit mir nach dem Tod?

Ich wurde schon gefragt: „Was passiert mit mir eigentlich nach dem Tod?“.

Ich möchte da aus der Sicht der höchsten Weisheit antworten.

Stell dir vor, du träumst in der Nacht, dass du ein sprechender Elefant bist, der über die Steppe wandert. Nun kommt dir im Traum der Gedanke: „Was passiert mit mir nach meinem Tod?“

Am nächsten Morgen wachst du aus dem Traum auf. Wo ist der Elefant hingegangen, der du gerade noch warst?

Genauso ist es mit deinem menschlichen Tod aus der Sicht von Erleuchtung.

Wenn du dein wahres Selbst erkennst, weißt du, dass die Frage gegenstandslos ist.

Du warst nie der Mensch, der du glaubst zu sein…

Veröffentlicht unter spirituelle Gedanken | Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für Was geschieht mit mir nach dem Tod?

Die Wissenschaft der Erleuchtung – Gastbeitrag von Sascha A. Jaksic

Die Wissenschaft der Erleuchtung– Gastbeitrag von Sascha A. Jaksic

Ein logischer Leitfaden zur Selbsterforschung

Deine Welt existiert nur dank deiner Sinnesorgane

Wolken existieren für dich, weil du sie sehen kannst. Wind, weil er über dein Gesicht streicht, Der Duft der Blumen, weil du riechen kannst. Auch alles andere – Vögel, Schneeflocken, Häuser und Menschen. All das existiert für dich nur, weil du es über deine Sinne sehen, hören, fühlen usw. kannst. Würden deine Sinne plötzlich versagen, so wüsstest du nichts mehr über die Welt. Wie im Tiefschlaf oder Koma.

Deine Welt ist zu 100% virtuell

Wenn dein Auge einen Baum sieht, so geht das Bild vom Baum nicht direkt in dein Bewusstsein. Das Bild vom Baum besteht aus dem Licht, welches vom Baum reflektiert wird. Dieses Licht trifft auf die Sinneszellen deiner Augen. Und dort wird das Bild in elektrische Signale aufgelöst und in dein Gehirn geleitet. Wenn du einen Baum siehst, so siehst du also in Wahrheit keinen Baum. Alles was du hast ist dieser Morse-Code aus elektrischen Signalen. Einsen und Nullen – genau wie beim Computer. Aber weil du nie etwas anders hattest, ist das deine einzige und vollständige Wirklichkeit. Deine Wirklichkeit hat also nichts mit der Realität zu tun. Das was du als Welt erfährst, ist reine aktive Interpretation deines Gehirns. 100% virtuell.

Tag und Traum sind dasselbe

Weil deine Wahrnehmung der Welt vollständig in deinem Gehirn stattfindet und dort aktiv konstruiert wird, kann dein Gehirn sich auch seine eigenen Geschichten erzählen. Es sendet sich selbst Signale und erschafft damit ganze Traum-Welten. Technisch existiert für dich kein Unterschied zwischen dem was du am Tage oder im Traum erlebst. Beides ist auf 100% virtuell und beides ist auf exakt dieselbe Weise konstruiert.

Wer bist du, wenn du träumst?

Ob am Tage oder im Traum hast du das Erleben ein bewusstes, aus freiem Willen handelndes Selbst zu sein. Aber wenn du im Traum über ein Feld gehst – wer bist du dann eigentlich? Bist du dann wirklich dieser gehende Mensch, dieses bewusste Ich welches über das Feld schaut? Das kann nicht sein. Denn wir wissen ja, dass du in Realität im Bett liegst und schläfst. Aber davon weißt du im Traum nichts und erlebst dich als vollkommen reales, bewusstes, mit freiem Willen handelndes Selbst.

Du kannst kein Körper sein

Dein Körper ist also nicht entscheidend für dein Erleben ein bewusstes, aus freiem Willen handelndes Selbst zu sein. Denn offensichtlich macht es für dich keinen Unterschied, ob du einen realen oder einen geträumten Körper hast. Sie sind vollkommen austauschbar. Damit kannst du in der Essenz nicht ein Körper sein. Du wirst sagen: Auch, wenn ich nicht dieser Körper sein kann, so bin ich aber trotzdem dieser spezielle Mensch mit meiner persönlichen Geschichte, meinen eigenen Gefühlen, Gedanken und Wünschen.

Du bist nicht was du zu sein glaubst

Es gibt die Erfahrung von Gefühlen, Emotionen, Gedanken und Erinnerungen. Aber auch diese werden auf dieselbe Weise erfahren wie wir unseren Körper erfahren. Einfach nur als Gegenstände unserer Wahrnehmung. Auch hier ist es egal, ob wir wach sind oder träumen. Gedanken und Emotionen kommen und gehen. Wir sind aber nicht diese Gedanken oder Emotionen, wir sind als Betrachter dieser Erscheinungen von ihnen getrennt und verschieden. Im Alltag unterscheiden wir nicht so genau. Da sind wir identifiziert. Aber wenn wir ganz genau hinsehen erkennen wir, dass wir Selbst nicht diese Erscheinungen sein können. Du wirst sagen: Und trotzdem erlebe ich mich deutlich als mich selbst. Woher kommt dann dieses Ich-Gefühl?

Du bist nicht dein “Ich”

Mit “Ich” meinen wir im Alltag ganz unspezifisch uns selbst als erlebte Einheit aus Körper, Wille, Charakter und Gedankengut. Wenn wir genauer hinsehen, so ist es: “mein” Körper, “meine” Gedanken usw. Das “Ich” steht für unsere Identität. Es ist erlebter Ausdruck dessen womit wir uns identifizieren: “Ich bin eine Frau, 50 Jahre alt, verheiratet, 2 Kinder, Jura studiert, wähle SPD” usw. – das bin ich.“ Das Ich-Gefühl existiert nicht aus sich selbst heraus, sondern entsteht von Sekunde zu Sekunde aktiv in der Identifikation mit der Welt. Du bist nicht dieses “Ich”, aber du hast bzw. erlebst ein “Ich-Gefühl”. Es ist einfach nur eine weitere Erscheinung in deinem Bewusstsein genau wie der Körper, die Emotionen und Gedanken. Du kannst dein Ich-Gefühl bewusst betrachten und bist folglich davon verschieden und getrennt. Also wirst du weiter sagen: Ich bin also weder Körper noch Gefühle, Emotionen, Gedanken, Erinnerungen und auch das Ich-Gefühl bin ich nicht. Und trotzdem habe ich offensichtlich einen Willen. Ich kann entscheiden. Bin ich dieser Wille?

Du hast keinen freien Willen

Du hast die Fähigkeit, deine Aufmerksamkeit zu lenken und Aktionen auszuführen. Wenn du deine Hand heben möchtest, so tust du das einfach. Wir wissen heute aber ganz klar, dass es in Realität so ist, dass dein Gehirn diese Entscheidungen trifft – und nicht du. Denn sobald du in deinem Erleben die bewusste Entscheidung triffst, jetzt die Hand zu heben – hat das in Wahrheit dein Gehirn schon vor einer drittel Sekunde für dich getan. Dein subjektives Jetzt-Erleben hinkt zeitlich hinterher. Deine Gegenwart ist die Vergangenheit deines Gehirns. Aus wissenschaftlicher Sicht, hast also keinen freien Willen – es fühlt sich nur so an. Dein Gehirn sitzt allein am Steuer, du bist nur einpassiver Beobachter. Du wirst weiter sagen: Bin ich also dieser passive Beobachter? Reines Bewusstsein?

Du bist nicht dein Bewusstsein

Du weißt gerade jetzt mit absoluter Sicherheit, dass du existierst. Damit meinst du nicht die Welt und auch nicht deinen Körper. Und dabei ist es egal ob du wach bist oder träumst. Wenn du dich selbst fragst, ob du existierst, so wendet sich deine Aufmerksamkeit, dein Bewusstsein, auf sich selbst hin und du wirst dir deiner Selbst auf eine innerste intimste und lebendigste Weise bewusst. Du weißt, ohne dieses Bewusstsein würdest du aufhören zu existieren. Und trotzdem ist es immer noch ein Wissen. Du weißt, dass du bewusst bist. Es ist so sehr materielle Information, dass du sogar darüber nachdenken kannst. Damit ist das immer noch eine Erscheinung und nicht wirklich dein tiefstes und letztes Selbst. Was bleibt? Fragst du.

Was die Neurowissenschaft sagt

Die Neurowissenschaft geht davon aus, dass wir nur biologische Maschinen sind und dass auch alles Subjektive ebenso rein biologischen Ursprungs ist. Dabei betrachtet und beurteilt die Wissenschaft natürlich nur, was sie messen kann. Und Messbar ist nur, was existiert. Und Existenz hat nur, was Zeit und Raum einnimmt.

Nichts existiert außerhalb von Raum und Zeit

Für die Wissenschaft im Allgemeinen, gibt es nichts, was außerhalb von Zeit und Raum existieren könnte. Ohne Zeit gibt es keinen Raum und keine Veränderung. Ohne Veränderung gibt es keine Erscheinungen. Dabei ist es egal, ob das Universum real ist oder nur geträumt. Auch alles was du als Mensch bist, existiert nur in der Zeit. Körper, Gefühle, Gedanken und Bewusstsein. Alles hat einen Anfang, verändert sich und hat ein Ende. Und alles was du so in Zeit und Raum bist, kann die Wissenschaft auch messen.

Die Mystiker sagen komische Sachen

Für die objektive, messende Wissenschaft muss hier also alle Diskussion enden. Aber über Jahrhunderte gab es in verschiedensten Kulturen immer wieder Menschen die von etwas berichtet haben, was wir “mystische Schau“ und „mystische Erfahrung” nennen. Eine Transzendierung von Zeit und Raum. Ein “Schauen” jenseits der Grenzen der Erfahrung. Wir finden diese Berichte überall. Im Islam, Judentum, Christentum, Hinduismus, Buddhismus, Daoismus.

Eine transzendente Realität?

Auch wenn diese Berichte in verschiedensten Farben und Kleidern daherkommen, so tragen sie im Kern alle dieselbe Botschaft. Dass es eine höhere Realität gibt die jenseits von Zeit und Raum liegt. Das klingt natürlich erstmal verrückt. Vor allem macht es einfach keinen Sinn, dass ein Mensch der ja nur innerhalb von Zeit und Raum existieren kann eine Erfahrung machen sollte, die außerhalb von Zeit und Raum liegt. Aber der entscheidende Punkt ist dabei, dass es eben keine Erfahrung ist. Und dass es auch nicht etwas ist, was nicht auch jetzt schon zugänglich ist. Wovon diese Mystiker berichten, kann man sich in etwa so vorstellen:

Der Traum Gottes

Die Realität ist etwas, was Zeit und Raum übersteigt. Zeit und Raum (bzw. das Universum) ist nur ein Ausdruck dieser Realität. Ähnlich wie ein Hologramm nur räumlich erscheint. Oder auch wie ein Landschaftsbild nur scheinbar räumliche Tiefe hat. Die Welt ist wie der Traum eines Träumenden. Der Traum ist zwar da – aber er existiert nicht aus sich selbst heraus. Der Traum ist der bewegte Ausdruck eines unbewegten Träumers. Das Universum ist eine Art „Traum Gottes“.

Mystiker oder Wissenschaft – wer hat Recht?

Hier dreht sich in den Aussagen der Mystiker das Realitätsverständnis der Wissenschaft auf den Kopf. Plötzlich ist das Universum nicht mehr die grundlegende und letzte Realität – sondern nur noch eine Art Traum einer noch höheren Realität. Was hat das alles mit uns zu tun? Nun – die Behauptung ist, dass wir Selbst im tiefsten Kern diese höhere Realität sind und dass die Welt und unser Menschsein nichts ist als unser Traum.

Alles Verrückt und Einbildung?

An dieser Stelle mögen sich so manchem die Nackenhaare sträuben: „Das hat ja alles ganz gut und stringent logisch angefangen. Aber jetzt sind wir leider in pure Phantasterei abgeglitten!“ Ja, diese Stelle, dieser Übergang ist nicht einfach zu erklären. Aber lassen wir mal alle Wissenschaft und das Denken beiseite und beziehen wir uns nur auf unser direktes Erleben.

Was soll der Quatsch – ich bin doch!

Wir alle haben das klare und eindeutige Erleben – zu Sein. Wir sind! Bewusstes Sein. Auch wenn wir in innersten Kern weder Körper, Geist, Psyche noch Bewusstsein sein können – so bleibt doch am Ende immer noch die Tatsache, dass es eine Art Raum oder Feld gibt, in dem das alles erscheint. Was ist DAS? Was ist dein innerstes Selbst in welchem dein Bewusstsein und damit alles andere erscheint? Du hast jetzt die Entscheidung, dein subjektives Selbst-Erleben gemäß den obigen Ausführungen, als rein biologische und evolutionstechnische Fiktion anzuerkennen, oder die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass DU etwas bist, was über das hinausreicht, was du bislang zu sein glaubtest.

Selbst-Erforschung

Wenn du als Mensch an dieser Stelle, die Untersuchung deiner Wirklichkeit, diese Erforschung deiner Selbst konsequent weiter betreibst, wirst du zum selben Ergebnis kommen wie all die Mystiker vor dir. Das DU gar nicht dieser Mensch bist. DU erkennst deine zeitlos wahre Natur. DU erkennst, dass dein Menschsein und die ganze Welt nicht ist, als ein vergänglicher Traum. Darin findet dein Mensch Frieden und Erleuchtung – und in der Reflektion deines erwachten Menschen ahnst Du dich selbst.

Kein Erreichen und kein Finden

In der Selbsterforschung gibt es kein Erreichen und kein Finden. Weil DAS, was durch unsere menschlichen Augen schaut, schon das Gesuchte ist. Der Suchende ist selbst das Gesuchte. Welche Bewegung könnte mich mir selbst näherbringen, wenn ich doch schon immer genau HIER bin? Die Lösung liegt in der Überwindung der Täuschung, dieser sterbliche Mensch zu sein. Dieser Mensch ist nur ein Bild. Ein flüchtiger Traum.

Der direkte Weg zur Erleuchtung

Wer Selbsterforschung betreibt, braucht nichts zu tun, außer zu unterscheiden, was er in der letzten Konsequenz ist – und was nicht. Er braucht nur die Täuschung als solche zu erkennen. Das ist die ganze Übung. Aber die Übung betrifft den Menschen und findet damit in Zeit und Raum statt und dauert also auch ihre Zeit. Das was DU bist, ist immer frei und ohne Täuschung. DU bist außerhalb der Zeit. Es ist immer der Traum der transparent werden muss.

Erkenne dich Selbst!

Gastbeitrag von Sascha A. Jaksic – https://www.live-satsang.de/

Veröffentlicht unter Gastbeiträge | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Die Wissenschaft der Erleuchtung – Gastbeitrag von Sascha A. Jaksic

Waldspaziergang durch den Reichtum der Schöpfung – Gastbeitrag von Reinhard Burgert

Es ist noch dunkel, als ich aufwache. Sorgfältig kämme ich mit meinen Fingern die hängen gebliebenen Träume aus den Haaren, neue, bunte Federn für meine Flügelspitzen. Mit mir löst sich ein unschuldiger Morgen aus der sanften Umarmung der Nacht, ich bereite einen grossen Topf Milchreis für meine Rückkehr zum frühen Sonnenuntergang, als mich die ersten Schiffsschaukelgefühle jauchzend in die Luft werfen … ich tanz die junge Sonne aus dem grauen Nebel heraus;  und flieg die Achterbahntreppe hinunter aus dem Haus.

Im Garten Eden knie ich nieder vor meiner uralten Salbeipflanze, betrachte ihre prickelnden Blätter und pflück eins davon mit meinem Mund. Sie beginnt spiralförmig zu tanzen, ich nehme Ihre Einladung an und Sie zieht mich wirbelnd durch  Ihren funkelnden Schoß in sich hinein, wir lassen die Materie hinter uns, als freie Seelen wehen wir durch Ihr himmlisches Naturreich. Die Kraftlinien der Biosphäre durchziehen das materielle Universum wie ein gewaltiges Spinnennetz, liebevoll, bedachtsam geknüpft, um fallende, zerfallende Seelen aufzufangen und sie zurück zur Liebe, ins eine Leben zu führen.

Mein Körper erhebt sich, spaziert zum nahen Kaiserblick-Wald einen schmalen Pfad hinauf, immer höher und höher. An einem kleinen Wigwam aus Ästen und Zweigen hält er inne, ich trete ein, kniee abermals nieder und lege meinen Kopf auf eine knorrige Wurzel. Betörender Duft aus Laub, Holz, Harz und Erde hüllt mich ein, füllt mich vibrierend aus, sie wächst durch mich hindurch, verzweigt sich bis in die Unendlichkeit und verbindet jede Zelle in mir, mit allen anderen Zellen aller biologischen Geschöpfe.

Spaziergänger mit Hunden gehen vorbei, ich grüsse sie herzlich, immer noch halb erdversunken und sie murmeln, alles ist gut, alles ist gut…

Es zieht mich auf eine Lichtung, barfuss steig ich auf den mächtigen, alten Baumstumpfriesen, die jubilierende Sonne steht im späten Vormittag und verschenkt mit milder Novemberkraft ihre letzten warmen Energieküsse, meine Arme werden zu Ästen, meine Hände tragen Blätter, ich recke und strecke, wachse ihr wunschlos selig entgegen. Meine Stirn berührt die ihre und ich schau ihr in die Augen, myriarden Lichtquanten durchjagen meinen Körper, wir senden unsere leuchtende Liebe in die Herzen aller Kreatur dieser Welt.

Meine Wanderung führt mich zu einem grünen Graben, und ich folge einem zarten Plätschern talabwärts durch hüfthohes Gestrüpp und Brombeergewächs, als ich plötzlich vor einer kleinen Tröpfelstufe des Quellbachs stehe. Feine silberne Fäden und Perlen die lustvoll aus einem moosigen Schoss in einen steinernen Kelch hinuntermurmeln und hineinklimpern. Ich sitze neben ihr andächtig im weichen Moos, setze meine Lippen an den kühlen Kelch und trinke dankbar vom süssen Wasser des leichten Lebens, das die gesamte Schöpfung durchfließt und allem seine Unsterblichkeit verleiht.

Weiter geht’s Richtung Mangfall, das Steiglein endet auf einer Wildwiese und ich liege ausgestreckt auf ihr in der Mittagssonne… meine Seele lauscht einer stillen lauten Stimme aus dem Mittelpunkt der Welt … ich hab dich gemacht  ~  ich hab dich lieb   ~  du bist mein   ~   ich bin dein   ~  du bist wie ich   ~  nur so schön anders   ~   komm…

Ich steh auf und mitten in meiner Welt … Seine Augen sind meine geworden … ein Atem … ein Herzschlag … ein Bewusstsein. Ich bin.

Ein  göttlicher Traumpfad schlängelt sich am Ufer entlang, immer wieder verweile ich beim Anblick des Flusses für Ewigkeiten im Augenblick, nach einer Weile halte ich an einem heisskalten Quellsee inne, sein kristallklares Wasser trägt einen Spiegel aus flüssigem Metall und erlaubt einen Blick in den tiefsten Abgrund der Seele und spiegelt gleichzeitig das Abbild des höchsten Himmels.

Sobald ein Windhauch die Oberfläche berührt, zerfällt jede Illusion zu Staub und löst sich auf, im Meer der einen Wahrheit.

An einer alten Brücke wechsele ich ans jenseitige Ufer, und folge dem märchenhaften Weg der Waldläufer bis zu einem abgestorbenem, abgebrochenen Baum, aus dessen Mitte ein neuer Baum wächst, dessen merkwürdige Wurzel sich wie eine Schlange am alten Stamm entlang in die Erde windet, ich beisse hinein, lehne meinen Kopf an die morsche Rinde, vergrabe meine Hand in einem Spalt des toten Holzes und nehme das Flehen und die Gebete der gefallenen Seelen wahr, ihre Sehnsucht nach Wärme und Liebe, den Schmerz und die Gram über ihr Fehlen am Nächsten und die inbrünstige Bitte, die Erde zu bewahren, sie nicht zu verstossen und auf ihre Rückkehr zu warten. Sie brauchen die Erde und unsere offenen Arme, sie habe keine andere Hoffnung.

Am späten Nachmittag überquere ich den sumpfigen Quell und Pfützengürtel, der die falsche Zivilisation vom wahren Märchenland trennt, noch einmal knie ich dankbar betend im feuchten Laub, erfüllt vom Rauschen des Wassers, dem Duft der Luft, der Wärme der Sonne, dem Halt der Erde.

In der verglühenden Abendsonne, beginnt sich mein wundervoller Kreislauf durch unsre schöne Welt zu schließen. Links und rechts der kleinen Teerstrasse schnattern, auf grossen, eingezäunten Feldern die Gänse eines Geflügelhofes … gaga gagagaga, gaga gagagaga, ich bleib stehen, halte ihnen freundlich meine gespreizten Hände entgegen, sie kommen neugierig und schüchtern näher und näher, wir schauen uns voller Herzenswärme in die Augen und unsere Seelen wehen zusammen durch diesen göttlichen Augenblick … gaga gagagaga … es gibt nicht mehr, als in aller Unschuld den Augenblick zu geniesen, für jetzt  ~  immer und ewig… gaga gagagaga…

Und gans liebe Grüße, von Chief Dancing Thunder:

…folgt der uralten Meisterschaft von Gewahrsein … (ihre) Rituale lehren hohe Wahrnehmungszustände und ausserkörperliche Erfahrungen, die wesentlich sind, um die materielle Welt zu stoppen und sich durch die Traumrealität zu bewegen, die als Brücke zur unendlichen Realität dient. Dies führt zum uralten Weg des „ohne Verstand Seins“ und dem Erreichen des „einen Verstandes“.

Aloha Ke Akua
(Reinhard Burgert)

Veröffentlicht unter Gastbeiträge | Verschlagwortet mit | Kommentare deaktiviert für Waldspaziergang durch den Reichtum der Schöpfung – Gastbeitrag von Reinhard Burgert

Wahre Befreiung ist, wenn nur DAS bleibt

„Wer glaubt, Gleichgewicht des Bewußtseins sei Befreiung, der irrt. Wer glaubt, alles in allem zu sehen sei Befreiung, der irrt. Es ist das Ich-Bewußtsein, das die Erde, die Sterne und den Himmel sieht und sich mit dem Geschehen identifiziert. Für jene, die leer, erloschen und ohne Bewußtsein sind, gibt es keine Erde, keine  Sternem, keinen Himmel und keine Welt. Die Welt von Dingen, Namen und Formen ist die Welt des Bewußtseins, und wenn das Bewußtsein stirbt, stirbt die Welt mit ihm. Nur DAS bleibt.“  – Mario Mantese, Im Land der Stille, S.240, Drei Eichen Verlag

Veröffentlicht unter spirituelle Gedanken, Zitate | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentare deaktiviert für Wahre Befreiung ist, wenn nur DAS bleibt

Die Menschheit vor dem Sündenfall und der erste Herrscher der Menschen

„In den Anfängen des kosmischen Zyklus lebte die Menschheit auf einer immateriellen Ebene und tanzte in der Luft in einer Art Märchenland, wo es keinen Bedarf an Nahrung oder Kleidung gab, und auch kein Privateigentum, keine Familie, Regierung oder Gesetze. Dann begann allmählich der Prozess des kosmischen Zerfalls, und die Menschheit wurde erdgebunden und spürte die Notwendigkeit von Nahrung und Schutz. Als die Menschen ihren urzeitlichen Ruhm verloren, entstanden Klassenunterschiede, und sie schlossen Vereinbarungen miteinander, indem sie die Institution des Privateigentums und der Familie akzeptierten. Mit diesem Diebstahl begannen Mord, Ehebruch und andere Verbrechen, und so trafen sich die Menschen und beschlossen, einen Mann aus ihrer Mitte zu ernennen, um die Ordnung aufrechtzuerhalten, als Gegenleistung für einen Teil der Ernte ihrer Felder und Herden. Er wurde „der Große Auserwählte“ (Mahasammata) genannt, und er erhielt den Titel Raja, weil er das Volk gefiel.“

Mahāvastu (buddhistische Schrift), auch nachzulesen in Al Basham, „The wonder that was India“ Seite 83

Veröffentlicht unter spirituelle Gedanken, Zitate | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wann wird der Aufstieg stattfinden?

Wann wird der Aufstieg stattfinden? Sei Dir bewusst, dass die 3D-Matrix nichts anderes ist, als ein Abbild egozentrischen Denkens. Egozentrische Gedanken schufen den Sturz aus der Gnade und die Grenzen eines 3D-Bewusstseins. In diesem Moment, in dem alle Anhaftungen an die egozentrischen Ansichten fallen gelassen werden, geschieht dein individueller Aufstieg. Wie es innen ist, so ist es auch außen.

 

Veröffentlicht unter spirituelle Gedanken | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Das wahre Selbst

Über das wahre Selbst:

Das wahre Selbst ist wie ein selbstleuchtender Spiegel. In diesem Spiegel entstehen die wechselnden Traumbilder der Welt. Aber der Spiegel selbst, wie eine weiße Leinwand, ändert sich nie in irgendeiner Weise.

Veröffentlicht unter spirituelle Gedanken | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Wahrheit muss letztlich im eigenen Inneren gefunden werden

„Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat.
Glaube nichts, weil alle es glauben.
Glaube nichts, weil es geschrieben steht.
Glaube nichts, weil es als heilig gilt.
Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt.
Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.“ – Siddhartha Gautama (Buddha)
Veröffentlicht unter Zitate | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Practised love, is it worth it? (English Version)

English version of the october 2018 newsletter:

What is love? What effect does love have when you walk the total path of love?
This is the theme of the Earth and Spirit Newsletter of October 2018.

Link to the free PDF document: http://www.erde-und-geist.de/gedanken/E&G_2018_love.pdf

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar