Geistige Fundamente und Merkmale der neuen Gesellschaft

In einer erleuchteten Menschheit sind gewisse soziale und ökonomisch-ökologische Strukturen als lebensfördernd erkannt worden und dienen als Fundament der Gesellschaft.

Primäre Grunderkenntnis: Leben als Ausdruck von dem "WAS IST"

Die erleuchtete Menschheit ist sich dem höheren Zweck des Daseins bewusst: Dem Wunsch, das, was wir wirklich sind, zum Ausdruck zu bringen und das zu erfahren. Dies ist ein zutiefst schöpferisches Dasein.

Ein menschliches Leben ist daher eine Entwicklungsreise, an der wir in jedem Moment bereits am Ziel sind. Wir schreiten in Schöpfung und Weiterentwicklung unserer Selbst sozusagen von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.

Das Selbst zum Ausdruck zu bringen und das Erleben desgleichen steht im Vordergrund und ist in jedem einzelnen Moment das Zentrum und das Fundament des Lebens.

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Das Leben als "Theater" des ewigen Bewusstseins und die Nebensächlichkeit materieller Dinge - der "Theaterrequisiten"

Materielle Dinge, Besitz und Funktion innerhalb der Gesellschaft (z.B. Ämter und Ränge) sind nur Spielzeug auf dieser Reise, die jederzeit nach Belieben an- und abgelegt werden können.

Niemand in einer erleuchteten Gesellschaft kommt auf die Idee, dass man im dauerhaften Besitz von vergänglichen Dingen oder auch Menschen mehr Freude haben könnte, als im eigenen authentischen Selbstausdruck der ewig jungen Seele. Niemand klammert sich daher an irgendwas oder jemanden, auch nicht an den Besitz des eigenen sterblichen Körpers, alles Materielle ist nur Bühnenkulisse in einem ewig neuen Theaterspiel, dessen Handlung sich auch ständig ändert.

Dieses Bewusstsein, dass das materielle Leben, gleich einem Traum, nur ein vorübergehendes Spiel unseres ewigen Bewusstseins ist, an dem wir uns erfreuen, lässt für uns die Welt und ihre Objekte in einem anderen Licht erscheinen.

Anstatt möglichst viele Objekte in unseren Besitz bringen zu wollen und uns darin zu finden, sind wir nun an einem möglichst schönen Theaterstück des Lebens, d.h. an einem Ausdruck von unserem Sein, interessiert.

Wir wissen, dass das Leben ewig ist, und dass es keinen Sinn macht an vergänglichen Dingen zu hängen, um so etwas Ewigkeit und Unsterblichkeit zu finden.

Die Rollen im Theaterstück des Lebens

Wir wissen, dass wir alle Lebewesen gleichzeitig sind (Alles ist eins), alle Spieler ich sind und daher möchte ich auch, dass alle Spieler fähig sind, an meinem/unserem Spiel des Lebens teilnehmen zu können. Jeder von uns hat eine eigene einmalige Rolle und jeder einzelne von uns daher einen unendlich wertvollen Beitrag für unser Theaterstück.

Jeder von uns, der auf diesem Planeten ins Leben geboren wurde, wurde von uns gewünscht, ist von uns geliebt und trägt zur Herrlichkeit genau dieses einen Theaterstücks bei, das JETZT vor unseren Augen stattfindet. JEDER ist wichtig, niemand ist überflüssig.

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Es gibt in Wahrheit kein Ego und auch das Theaterstück ist nur eine Illusion für unsere Unterhaltung, die unser wahres Sein nie beschädigen kann

Jeder von uns ist in Wirklichkeit unendlich glücklich und unendliche Liebe. Jeder von uns ist in Wirklichkeit gut und voller Freude. Niemand von uns, möchte wirklich einem anderen in seiner Essenz schaden.

Alles, was im Moment nicht danach scheint, ist Täuschung bzw. der Einfluss der Täuschung (indisch Maya=Illusion). Das, was wir als Ego, d.h. das Böse bezeichnen, ist nur ein Nicht-Wissen, ein Nicht-Erinnern-Können, ein Nicht-Sehen von sich selbst. Es ist nichts Böses darin, es ist nur eine Art Unfähigkeit. Eine weitgehend erleuchtete Menschheit ist sich dessen bewusst, dass niemand mir wirklich etwas böses will.

Und in der Energie der Liebe fühlen wir uns eins, sind eins, mit allem, was ist. Mit jedem Lebewesen, das ich bin. Wir fühlen uns sogar eins mit dem sogenannten Egoisten, denn wir wissen, dass unser wahres Selbst alles enthält, ohne Form ist und gleichzeitig alle Formen beinhaltet und kein Gegenteil hat. Wir wissen, dass auch der Egoist nur ein Traum und in Wahrheit nichts als reine Liebe ist.

Ausgehend von dieser Erkenntnis, von dieser Tiefe, bauen wir die erleuchtete Gesellschaft.

Sie ist ein Palast des Lichtes und der Liebe. Eine Widerspiegelung des Edelsten und des Höchsten, was wir sind. Es ist unser wahres Sein, das sich selbst in der Täuschung wiedererkennt und liebt. Es ist das Leben in der Welt, das nicht mehr von dieser Welt ist.

Durch dieses Überwinden der Täuschung, dass wir getrennt voneinander sind, überwinden wir auch gleichzeitig den Kampf aller gegen alle, der das heutige zeitgenössische Leben der Menschen prägt.


Nun wollen wir uns genauer die bereits weiter oben angesprochenen  Strukturen anschauen, die einem solchen Leben in Liebe dienlich sind.

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Folgerung: Das "Dasein-dürfen" aller Mitmenschen ist wünschenswert

Im göttlichen Theaterspiel, das zu unserer Freude aufgeführt wird, sollen möglichst alle Spieler mitspielen. Jeder von uns hat dabei seinen eigenen individuellen Auftrag. Das Theaterspiel wird umso schöner, desto mehr Mitspieler ihre Rolle auch tatsächlich spielen. Da Gott, also das Leben, uns aber in jedem Moment die Freiheit gewährt hat, müssen wir nicht mitspielen. Wir haben die Wahl.

Da jeder einzelne von uns ein untrennbarer Teil des Ganzen und damit das Ganze selbst ist, sagt uns die Logik, das der Wunsch des Ganzen in Wirklichkeit auch unser eigener Wunsch ist. Es besteht nur die Schwierigkeit darin, das zu erkennen.

Eine gerechte Welt: Wohlstand ist mehr als genug für alle da

In der gegenwärtigen Welt haben einige wenige Menschen fast alle materiellen Güter und es gibt viele, die gleichzeitig um das bloße Überleben kämpfen müssen. Dabei ist im Prinzip mehr als genug für alle da, wenn nur die Verteilung des Wohlstandes gleichmäßiger wäre.

Entwicklungsaufgaben für materiell reiche und für materiell arme Menschen

Die sehr reichen und mächtigen Menschen teilen häufig nichts, da sie nicht wahrnehmen können, dass sie im Bewusstsein auch die anderen Menschen sind. Sie sind auf der Ebene des göttlichen Spiels unerleuchtet, d.h. unwissend.

Dennoch sind die anderen Menschen auch ich. Egal ob "sie" oder "ich"  es wissen, oder nicht. Die Wahrheit wird nicht davon berührt, ob man sie kennt oder nicht. Wenn ich nicht sehen kann, dass der andere ein Teil von mir ist, habe ich auch kein Interesse daran, dass es diesem Teil von mir gut geht. Es entsteht Mangel.

Umgekehrt haben viele Menschen auf der Erde das Problem, dass sie ihr Potential und ihre Talente nicht wahrnehmen und ausleben. Sie können ihre Rolle nicht spielen, da sie sich nicht sehen können. Sie leben im Mangel, da sie sich nicht ausreichend zulassen. Dadurch können Menschen hilfsbedürftig werden.

In der Erkenntnis, dass ich alles bin, dass Mutter Erde EIN Körper ist und jeder Mensch eine Zelle in diesem einen Körper, möchte ich, dass ich in meiner Gesamtheit funktioniere, dass ich heil bin.

Aufgaben eines armen Menschen

Als Armer liegt es in meiner Verantwortung, mich selbst zu entwickeln, meine vom Leben gegebenen Fähigkeiten und Talente, meine Wünsche und meine Lebensaufgabe zu entdecken und so meinen Mangel wieder zu beenden. Es kann sein, dass ich dazu aus eigener Kraft nicht in der Lage bin oder dass ich, um mich zu heilen, sehr lange Zeit brauche. Es kann auch sein, dass ich nicht sehen kann, dass ich glücklicher bin, wenn ich mich am Leben beteilige, anstatt mich in Drogen oder Alkohol  zu flüchten. Egal, was auch die konkrete Ursache meines Mangels ist, so bin ich doch nur aus Unkenntnis meines wahren Selbst im Mangel.

Bin ich in Wirklichkeit doch gut, denn ich bin ein Teil des Ganzen, bin das Ganze, bin Gott.

Aufgaben eines reichen Menschen

Als Reicher liegt es in meiner Verantwortung, mich selbst zu erkennen. Ich habe mich verloren und glaube, dass ich mehr bin, wenn ich materielle Dinge auf einem Punkt anhäufe. Ich habe mein Herz verschlossen und kann nicht sehen, dass ich auch noch mehr bin, als nur "ich". Ich kann nicht sehen, dass ich auch gleichzeitig der arme bin, der da vor meiner Türe hungert. Ich glaube an den Tod, denn ich kann nur noch Dinge sehen. Sogar mich selbst, meine Seele sehe ich als vergängliches Ding an. Das ist wirkliche Armut!

In meiner Weisheit und meiner Liebe erkenne ich schließlich wieder, dass ich alle bin und dass ich in meiner Gesamtheit glücklicher bin, wenn es jedem Teil von mir gut geht. Die Armen sind oft im Mangel, weil sie sich selbst blockieren. Dennoch erkenne ich, dass es ich bin, der da blockiert ist - durch die kosmische Täuschung -, denn ich bin du. In Liebe gebe ich einen Teil meines materiellen Vermögens ab, um den kranken und den unfähigen Teil von mir - den Armen und Kranken-  - am Leben zu erhalten. Es ist ja mehr als genug für alle da. Ich weiß, dass ich selbst am glücklichsten bin, wenn jeder seine Rolle in meinem kosmischen Theaterstück spielen kann.

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Chancengleichheit der Menschen

Ein wesentlicher Bestandteil einer erleuchteten Welt ist die Verwirklichung von Chancengleichheit, dem Merkmal einer gerechten Welt.

Chancengleichheit ist nicht dasselbe wie eine völlige äußere Gleichheit der Menschen.

Während Chancengleichheit auf das  Entwicklungspotential der Menschen abzielt, sind Modelle wie z.B. der Kommunismus auf eine absolute äußere Gleichheit in der materiellen Welt ausgerichtet.

Eine absolute Gleichheit wird es jedoch auf diesem Planeten nie geben. Das würde Gottes Vielfalt einschränken, sich als alle möglichen Formen zu manifestieren. Eine absolute Gleichheit existiert jedoch immer auf der Ebene des Seins, der Realität. In der Erkenntnis Gottes, in allem was ist, gibt es keinen Unterschied zwischen dir und mir, diesem und jenem, Gott und Mensch mehr.

Forderung: Chancengleichheit bei der Geburt

Durch die Erkenntnis, dass alles eins ist, wird es im neuen Paradigma im Interesse der Gesellschaft sein, allen Menschen Chancengleichheit bei ihrer Geburt einzuräumen. Was bedeutet das? Chancengleichheit bedeutet, dass jeder neugeborene Mensch die Chance hat, das Potential seiner Seele in diesem Leben zu verwirklichen. D.h. jeder Mensch soll die Möglichkeit bekommen, in Freiheit seinen Weg gehen zu können.

Dies steht im Gegensatz zu der ungerechten Welt des alten Paradigmas, wo es z.B. Geburt in Sklaverei, Kinderarbeit, Benachteiligung des weiblichen Geschlechtes und zukünftige  Berufszwänge für Heranwachsende gibt.

Eine Gesellschaft des neuen Paradigmas wird Schutzgesetze beschließen, die eine gerechte Welt für alle ermöglichen.

Bedingungsloses Grundeinkommen

Im neuen Paradigma fragt der in Gott geläuterte Mensch nicht zuerst, was bekomme ich, sondern was kann ich dazu beitragen, dass die Welt ein Ausdruck der göttlichen Liebe ist.

In unserer Welt ist mehr als genug für alle da. Das ist ein Faktum. Obwohl wir bereits über 7 Mrd. Menschen sind, wäre Nahrung für 12 Mrd. da, vor allem wenn sich die Menschheit vegetarisch ernähren würde. Auch an materiellen Dingen besteht kein Mangel. Ein Mensch, der im Herzen lebt, ist weitgehend unabhängig von Sinnesgenüssen und bezieht sein Lebensglück vor allem aus der ewigen Quelle allen Seins jenseits der Welt, die es eben aus der Sicht Gottes niemals wirklich gibt, sondern nur eine göttliche Täuschung der Freude ist.

Der Sinn des Lebens ist die Manifestation des Göttlichen zur Freude. Und da das unser tieferer Wunsch ist, erfreuen wir uns mehr und mehr daran, an dieser Manifestation mitzuwirken, je höher wir in unserem Bewusstsein zu Gott steigen.

Der andere ist auch ich. Das ist eine der erleuchteten Erkenntnisse auf unserem Seelenweg. Nicht nur gedacht, sondern wahrhaft gefühlt und als Wahrheit verankert. Die Verwirklichung des anderen Menschen in der Materie ist unsere Freude und trägt zur Herrlichkeit der Schöpfung bei. Und da alles eins in Gott und Gott jeder ist, trägt jede Menschenseele diesen tiefen Wunsch in sich, zu Gottes Herrlichkeit zu wirken.

Wenn nun jemand aus Angst oder Unwissenheit sozusagen "nicht nach Plan" funktioniert und zur Schönheit der Welt nicht beitragen kann, wollen wir diesen nicht dafür bestrafen, indem wir ihm die lebensnotwendigen Dinge entziehen, die er für die Fortführung seiner körperlichen Existenz so dringend benötigt.

In einer erleuchteten Gesellschaft ist das Konzept von Motivation durch die Erzeugung von Angst und Schmerz unbekannt.

Wir betrachten viel mehr jeden anderen Teil von uns, der gerade nicht "nach Plan" funktioniert, als eben unwissend, behindert oder krank und versuchen, soweit wir dürfen, zu dessen Gesundheit beizutragen.

Alles ist im Überfluss vorhanden. Im Herzen verankert empfinden wir keinen Mangel, wenn wir vom Überfluss her etwas abgeben. Im Bereich der Liebe gilt die Umkehrung der materiellen Welt: Desto mehr ich gebe, desto mehr bekomme ich.

Es kostet die Gesellschaft nicht viel, bedürftigen Menschen das Lebensnotwendige und Menschenwürdige zur Verfügung zu stellen. Das beinhaltet keinen Luxus (außer die Gesellschaft ist extrem reich), sondern im Regelfall nur die Basis des Lebens. Diese Basis ermöglicht auch denen, die im Moment nicht so funktionieren können, wie es nach dem Gottesplan zu ihrem besten ist, die Möglichkeit, aus freien Stücken wieder zur Selbstliebe zu finden.

Der demütige Mensch richtet nicht über seine Nächsten!

Durch ein bedingungsloses Grundeinkommen würde eine völlig neue Menschheit entstehen können. Viele Projekte und Dinge, die im Moment nicht präsent sind, würden entstehen, da Freiraum für überpersönliches und nicht-profitorientiertes Schaffen geschaffen würde. Viele Menschen, die sich heute nicht verwirklichen, weil sie Existenzängste haben, würden sich überwinden können, sich selbst zu leben, wenn ihre Ziele nicht-materieller Natur wären. Die Wissenschaft könnte eine neue Blütezeit erleben, wenn sich die Wissenschaftler vermehrt nichtkommerziellen Gebieten widmen könnten. Unsere Welt würde an Schönheit und Mitmenschlichkeit bereichert werden.

Das allgegenwärtige Klima der Angst und des Drucks würden weichen, wenn die Menschheit lernen würde, dass jeder ein Teil vom anderen ist. Das Zeitalter der Habgier und der bitteren Einsamkeit wäre vorüber...

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Forderung nach einem gerechten Geldsystem

Ein essenzielles Merkmal einer gerechten Gesellschaft ist ein gerechtes Geldsystem. Im Artikel über das alte Paradigma und das Finanzsystem habe ich detailliert dargelegt, dass das alte Fiat-Money-Geldsystem aka "Geldschöpfung aus dem Nichts" ein sozial sehr ungerechtes und instabiles System ist, da wenigen das Privileg der Geldschöpfung obliegt. Das Fiatmoney ist auch ein staatliches Zwangsgeldsystem, da ohne die vom Staat festgesetzte Annahmepflicht der Euros etc. wohl niemand freiwillig ungedecktes Papiergeld als Entgelt für seine Leistungen annehmen würde.

Freiheit des Geldsystems

Ein gerechtes Geldsystem ist nach meiner Ansicht ein freies Geldsystem. Demnach sollte der private Markt aller Menschen entscheiden, was die Leute als Geld akzeptieren. Es kann dabei auch zu mehreren parallel existierenden Währungen (Gold, Regionalgeld, etc.) kommen, bis sich vielleicht schließlich eine bevorzugte, von den allermeisten anerkannte Währung durchsetzt.

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Geldmenge sollte nicht "aus dem Nichts" vermehrbar sein - Kein Auseinanderlaufen von Gewinnen und Haftung

Die neue Währung sollte nicht beliebig aus dem Nichts durch Privatbanken oder staatliche Institutionen vermehrbar sein, um Sparer und Unternehmer vor einer Ausplünderung durch Bankenkartelle und Staat zu schützen.

In einer neuen Währung sollten alle Risiken von allen Beteiligten getragen werden. D.h. wenn es z.B. zu Bank- oder Staatspleiten kommt, wird niemand mit künstlichem neugedrucktem Fiat-Money "gerettet", sondern verliert eben seinen Einsatz. Wenn die neue Währung auf realen Werten anstatt auf "heiße Luft" (d.h. Fiat) basiert, sind Bailouts auch systembedingt nur eingeschränkt möglich.

In unserem heutigen System, Stichtag 2012, haben wir ein Auseinanderlaufen von Gewinnen und Haftung, und das führt zu all den immer offensichtlicher werdenden ökonomischen und sozialen Missständen wie Rekordeinkommensungleichgewichte, staatliche Überschuldungsorgien etc.

Keine Systemimmanente Inflation

In der heutigen Zeit haben wir uns an ständige Inflation, an ständige Preissteigerungen von Verbrauchsgütern und Dienstleistungen gewöhnt. Dies ist ein essenzieller Bestandteil des "Geld-aus-dem-Nichts-Systems", was wir heute haben.

Inflation war aber nicht immer vorhanden. In der Zeit des 19ten bis Anfang des 20ten Jahrhunderts gab es in der Welt z.B. ein gold- und silbergedecktes Währungssystem mit praktisch keiner Inflation und gleichzeitig hohen Wachstumsraten.

Egal wie ein Währungssystem ausgestattet ist. Nach meiner Meinung sollte es darin keine systeminnewohnende ständige Inflation geben, da diese immer auf eine Bereicherung einzelner Gruppen (die geldschöpfenden Organe wie Banken und Zentralbanken, sowie der Staat) zulasten der wirtschaftenden Bürger, Rentner und Sparer schließen lässt.

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Hingabe des Menschen an Gott/Existenz

Menschen, die im Bewusstsein die Begrenzung des Egos immer mehr transzendieren, sind sich bewusst, dass es in Wirklichkeit keine rein weltlichen Sinnesfreuden gibt. Alle Sinnesfreuden sind letztlich nur ein Ausdruck des ICH-BIN, "Sat-Chit-Ananda", das mein Selbst ist, das ich bin. Die christliche Bibel kennt dazu folgenden Ausspruch:

Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen." (1. Könige 3.13-14)

Es bedeutet, dass in der Freude Gottes alles enthalten ist. Dass wir nichts missen, wenn wir wieder im Einheitsbewusstsein mit Gott leben.

Es gibt nichts außerhalb dieser Freude unseres Selbst. Ein isoliertes Streben nach Sinnesgenüssen als Quelle der Freude ist daher eine Illusion und führt zu Gier und Leid, wie alle großen spirituellen Lehrer der Menschheit erkannt und gelehrt haben.

Im neuen Paradigma wird die Freude des Seins immer mehr aus der Einheit mit Gott bezogen und unsere Unabhängigkeit von äußeren Bedingungen steigt.

Alles Materielle wird schrittweise als Illusion durchschaut und - genauso wie wir von den Lebensbedingungen einer Theaterfigur unberührt sind - so sind wir auch von den Lebensbedingungen von uns selbst entbunden, wenn wir uns wieder als Bewusstsein erkannt haben.

Dass natürlich die Menschheit weiterhin in einem materiellen Wohlstand leben kann, ist nicht das Gegenteil vom Bewusstwerden  in Gott. Verrückte Fanatiker, die deshalb ein "gottgefälliges" Leben in bitterer Armut zwingend vorschreiben, haben nicht wirklich die Tiefe von Gottes Liebe verstanden...

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Aus der Unabhängigkeit von äußeren Umständen heraus entsteht die Fähigkeit zu spielen

Wenn wir nicht mehr zwingend Dinge und Menschen für unser SEIN um uns herum organisieren müssen, sondern uns als unsterbliches und unveränderbares, ewiges Bewusstsein erkannt haben, sind wir erstmals fähig wirklich zu spielen.

Gewinn und Verlust werden gleichgültig, denn wir identifizieren uns nicht mehr mit demjenigen, dem der Gewinn und der Verlust zufallen.

Die Angst um das physische Überleben fällt von uns umso mehr ab, umso mehr wir unsere Unsterblichkeit in Gott erkannt haben.

Gefühle von Schmerz, Kummer und Trauer werden als illusionäre Traumfilme erkannt, die unser wahres Sein nicht berühren.

Dem menschlichen Leben wird alle Schärfe genommen und wir können uns, nachdem wir keine Angst (=Trennung) mehr in uns empfinden, wirklich dem Spiel des Lebens widmen.

Da wir alles bereits sind, können wir nichts haben. Alles ist eins und eins ist alles.

Diese Welt hat uns in Wirklichkeit nichts zu bieten, was wir verpassen könnten, denn der Schöpfer und die Schöpfung sind eins. Das ist die Freiheit, die durch Erkenntnis erlangt wird.

In der Freiheit von der Illusion einer geschaffenen, real existierenden  Materie beginnt das Spiel mit der Materie. Der Traum, der wir sind, der sich selbst träumt. Erleuchtetes Spielen. Und wenn es um "nichts mehr geht", erübrigt sich auch letztlich der Krieg unter den Menschen.

Hingabe an Gott ist die Hingabe an uns selbst. Wir erkennen wieder, dass es nichts Getrenntes von uns gibt. Dass die Liebe alles vereint, was bereits eins ist - seit Anbeginn der Zeit bis in alle Ewigkeit. Wir haben somit keinen Widerstand mehr in uns selbst gegen die Wünsche unseres Herzens. Den Widerstand kann es nur geben, wenn es auch Trennung gibt. Und Trennung kann es nur geben, wenn es Angst gibt...

"Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr." - Christliche Bibel, Offenbarung 21,1

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Erleuchtung als Lebensziel

In unserer gegenwärtigen Gesellschaft herrscht eine Kultur des Todes vor. Wir haben uns mit der anscheinend unvermeidlichen Endlichkeit unserer Existenz abgefunden, obwohl wir nicht darüber zu sprechen wagen. Die wenigen Stimmen unter uns, die von einem unsterblichen Bewusstsein jenseits von Raum und Zeit berichten, werden von uns weitgehend überhört oder als verrückte Träumer verunglimpft.

Der Tod ist auch physisch aus unserem modernen weltlichen Leben verschwunden. Tote Menschen sieht man außerhalb des Fernsehens kaum.

Jeder tut so, als ob er ewig leben würde.

Dabei wissen wir alle sehr wohl, dass alles, was geboren wird, auch stirbt.

Und dennoch spüren wir tief in uns eine Stimme, die uns verkündet, dass der Tod nicht das Ende ist und dass unser wahres Sein unsterblich ist.

Da wir dieses Gefühl meist nicht weiter erforschen, weil wir Angst vor dem Gedanken an den Tod haben, lebt sich unsere Sehnsucht nach dem ewigen Leben auf mannigfaltige Weise in unseren weltlichen Aktivitäten aus, meistens völlig unbewusst! Es gibt viele Manifestationsformen dessen, z.B. als Wunsch durch unsere Kinder weiterzuleben, als Wunsch eine Firma aufzubauen, die unseren Tod überdauert, als Wunsch sich in der Welt der Wissenschaft einen unsterblichen Namen zu machen, als Wunsch an Dingen festzuhalten, als Glaube an die ewige Liebe zwischen zwei Personen etc.

Alle diese Versuche, die Ewigkeit in der Vergänglichkeit herzustellen, erweisen sich auf Dauer als illusionär und sinnlos. Schließlich dämmert uns so oder so, dass diese Ewigkeit, die wir fühlen und wahrnehmen können, nicht auf der Ebene der Form gefunden werden kann.

Dann fangen wir an, umzukehren und uns wieder Gott zuzuwenden.

Unsere heutige westliche Kultur ist derart stark mit dem Materialismus identifiziert, dass sie nur noch materielle Werte hat. Jemand, der nichts produziert, ist in den Augen vieler nichts wert. Sein Sein wird nicht als wertvoll beachtet. Und genauso, wie wir über die anderen denken, denken wir auch über uns selbst.

Unsere Kultur ist also dem Sein gegenüber noch nicht aufgeschlossen, da alle noch zuviel im Haben suchen, anstatt im Sein.

Das wird sich im Übergang zum neuen Paradigma schrittweise ändern. Leben besteht aus soviel mehr als nur der grobstofflichen Materie. Das können wir erst erkennen, wenn wir dem Sein wieder einen Wert zuerkennen, sonst bleibt unser Bewusstsein dafür verschlossen.

Im neuen Paradigma wird es eine neue Kultur der Gottsuche und der Gottfindung geben. Erleuchtung, die Erkenntnis des ewigen und unsterblichen Seins, jenseits von Raum und Zeit, war zu allen Zeiten die Krönung des menschlichen Lebens und der eigentliche Sinn unserer Existenz.

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Nachhaltigkeit mit der Natur und Vegetarismus

Im neuen Paradigma fühlt sich die Menschheit nicht getrennt von der Natur, sondern betrachtet diese mit dem ihr innewohnenden Leben als essenziellen Teil von sich selbst. Und so, wie man mit dem eigenen Körper gut umgeht, so geht die neue Menschheit auch gut mit der Natur um. Der Mensch erkennt die Heiligkeit der Natur an. Man ist sich sets bewusst, dass man mit der Natur in einem Kreislauf des Lebens lebt und nicht ihre Ressourcen aus Gier rücksichtslos ausbeuten wird. Stattdessen entnimmt man nachhaltig Güter wie Holz und Bodenschätze in einer Art und Weise, dass das Ökosystem davon nicht dauerhaft beschädigt wird.

Im neuen Paradigma wird die Menschheit sich immer mehr von rein pflanzlicher Nahrung ernähren und tierfreundlich kleiden, ergänzt um das, was die Tiere freiwillig bei lebendigem Leibe abgeben.

Man wird erkannt haben, dass der Fleischkonsum die Umwelt nachhaltig belastet und die Menschen übersäuert und aggressiv macht. Bereits Leonardo da Vinci erkannte das:

"Wahrlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige. Wir leben vom Tode anderer. Wir sind wandelnde Grabstätten!" "Ich habe schon in den jüngsten Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen, und die Zeit wird kommen, da die Menschen wie ich die Tiermörder mit gleichen Augen betrachten werden wie jetzt die Menschenmörder."

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Gleichberechtigung von männlichem und weiblichem Prinzip 

"Wie innen so außen" heißt das mystische Gesetz der Entsprechung, das eines der fundamentalen kosmischen Gesetze ist.

In unserem Gehirn haben wir zwei Hälften, die rechte Gehirnhälfte steht für das weibliche Prinzip im Menschen, die linke Gehirnhälfte für das männliche Prinzip. Die Eigenschaften der linken (männlichen) Gehirnhälfte sind :

  • Sprache - Lesen - Rechnen
  • Ratio - Logik
  • Regeln - Gesetze
  • Konzentration auf einen Punkt
  • Analyse - Detail
  • Wissenschaft
  • Schritt für Schritt
  • Einzelheiten
  • Zeitempfinden
  • Linearität

 Die Eigenschaften der rechten (weiblichen) Gehirnhälfte sind vorwiegend:

  • Körpersprache - Bildersprache
  • Intuition - Gefühl
  • Kreativität - Spontaneität
  • Sprunghaftigkeit
  • Neugier - Spielen - Risiko
  • Synthese - Überblick
  • Kunst - Tanz - Musik
  • Ganzheitlich
  • Zusammenhänge
  • Raumempfinden

Im gewöhnlichen Menschen dominiert entweder die linke oder die rechte Gehirnhälfte. Menschen, die von der männlichen Seite dominiert sind, sind eher rationale und logische Typen, während Menschen mit weiblicher Gehirndominanz künstlerisch und spirituell veranlagt sind.

Im erleuchteten Menschen sind die weibliche und die männliche Gehirnhälfte gleichberechtigt und funktionieren als Einheit.

Und da alles im Außen so manifestiert, wie es im innen (d.h. in unserem Bewusstsein) vorhanden ist, manifestiert sich in einer erleuchteten Welt auch eine äußere Gleichberechtigung von Mann und Frau in der physischen Welt.

In unserer gegenwärtigen Welt des frühen 21. Jahrhunderts herrscht das männliche Prinzip im Menschen über das weibliche Prinzip. Das entspricht einer Dominanz der männlichen, logisch-rationalen Gehirnhälfte über die weiblich-intuitive. Entsprechend sind auch unsere Manifestationen im Außen. Unsere Häuser, Städte und Fabriken sind wenig künstlerisch und sehr funktionell. Unsere Gesellschaft ist individualistisch, materialistisch und wissenschaftlich. Die Frauen sind entweder im öffentlichen Leben unterdrückt wie in vielen Entwicklungsländern, oder aber sie versuchen selber wie Männer zu sein, was man eher in den Industrieländern so beobachten kann.

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Glückseeligkeit im Bewusstsein und ständige Weiterentwicklung des Lebens in der Form

Im Einheitsbewusstsein mit Gott angekommen, lebt der Mensch glückselig und ständig im Paradies seines Selbstes, das alles ist, was ist. Aller Schmerz der Trennung voneinander und von Gott gehört der Vergangenheit an.

Alle Freuden der Welt, die ich vorher außerhalb von mir selbst wahrgenommen habe, bin ich nun. Und dadurch, dass ich bin, was ich bin, vermisse ich nichts. Ich bin Bewusstsein!

In einer erleuchteten Menschheit gibt es kein Konkurrenzdenken und kein Besser-Sein als "die anderen" mehr. Jeder andere wird als ein Teil meines Selbst erkannt und damit als ich selbst. Niemand existiert getrennt von mir und ich existiere nicht getrennt von jemanden anderem.

Dadurch, das es keine Grenzen von "mir" mehr gibt, entsteht die Fähigkeit nicht zu wissen, wer ich bin. "Mich" gibt es nicht. Das ist nichts Negatives, sondern das Ende der Herrschaft des begrenzenden Verstandes. Ich bin kann einfach durch keinen Gedanken, kein Konzept, begrenzt werden. Ich bin einfach!

Auf der Ebene der Formen, dem Formenaspekt von mir, geschieht dabei eine illusionäre ständige Weiter- und Höherentwicklung des Lebens  und auch der menschlichen Art in der Zeit. Jedoch geschieht im Urgrund des Seins, der schwingungslosen Realität, dabei niemals eine Veränderung, da dieser bereits den Anfang, das Ende und alle möglichen Zustände und Formen in sich beinhaltet.

Es gibt kein Blockieren von Entwicklungen und auch kein Forcieren derselben. Alles fließt im Einklang mit dem Willen Gottes. Alles  wird als eine illusionäre Bewegung im ruhelosen ewigen Sein Gottes erkannt.

So schreitet die Schöpfung weiter fort in einem ewigen Schöpfungszyklus von "Herrlichkeit zu Herrlichkeit" und doch passiert auf der Ebene der höchsten Wirklichkeit keine Veränderung. Gott ist sozusagen der unbewegte Beweger!

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