Geld und Spiritualität im neuen Paradigma

Erde und Geist – Newsletter Januar 2011, auch als PDF hier lesen.

Darf man Geld besitzen oder sogar nach Geld streben und gleichzeitig „gut sein“ bzw. bleiben? Die Ansichten gehen auseinander und nicht wenige Glaubensgemeinschaften verlangen von den Mitgliedern das Verzichten auf weltlichen Besitz und sinnliche Genüsse.

Doch wie sieht nun die Wahrheit aus? Was ist die Rolle des Geldes in unserem Leben?

Der Mensch als Zelle im Körper von Mutter Erde

Ich finde es oft hilfreich, den Menschen im Verhältnis zum Kosmos analog einer Zelle im menschlichen Körper zu vergleichen. Dieser Vergleich hinkt auch nicht, denn es gilt das kosmische Gesetz der Entsprechung: „wie im Großen, so im Kleinen“. Ebenso geben uns viele heilige Schriften, wie die Bibel oder die Bhagavad Gita, Hinweise auf das Verhältnis des menschlichen Körpers zum Kosmos.

Ein einzelner Mensch entspricht einer Zelle im Organismus Erde. Die Erde als Lebewesen ist gesund, wenn ihr Körper und damit entsprechend „ihre Zellen“ wie Pflanzen, Tiere, Mineralien und Menschen etc. gesund sind und gut funktionieren.

Wie auch beim menschlichen Körper entstehen Krankheiten, wenn sich die Energie in einem gewissen Bereich des Körpers staut und nicht frei fließen kann. Es kommt so z.B. zur Überversorgung einzelner Organe mit Blut und Nährstoffen zu Lasten anderer Teile des Körpers, die somit unterversorgt sind. Wenn wir zum Beispiel ausschließlich mit dem Kopf arbeiten und keine Bewegung haben, entstehen Verspannungen und Schmerzen im Körper.

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Verteilung des Geldes („der Nährstoffe“) auf unserer Erde

Geld kann man mit den Nährstoffen im Körper vergleichen. Genauso wie die Nährstoffe die Organe und Zellen mit Energie und Nahrung versorgen, ist Geld (oder die dahinter stehenden materiellen Dinge) das „Schmiermittel“ der Wirtschaft und sorgt für einen effizienten Austausch von benötigten Waren und Gütern. Diese Versorgung mit Nahrung und Gütern hilft den Menschen, die positiven Wünsche ihres Herzens, in dieser Welt zum Segen aller materialisieren zu können.

In unserer modernen Welt besitzen einige sehr wenige Menschen fast alle materiellen Güter, 1% der Bevölkerung gehörten im Jahr 2010 40% des Weltvermögens, die reichsten 10% kontrollierten 85%, 50% der Weltbevölkerung lebt täglich mit weniger als 2 US-$ am Tag, 20% mit weniger als 1 US-$. (Quelle Wikipedia)

Wenn man die Erde nun als Organismus betrachtet, kann man sicherlich sagen, dass diese Geld=Energieverteilung nicht besonders effizient ist. Braucht man z.B.: als wohlhabender Mensch wirklich ein Schloss mit 10 Badezimmern, während anderswo kaum genug für das Nötigste da ist?

Wenn also nur die reichsten 1% der Menschen nicht so viel Geld auf sich konzentrieren würden und einen Teil an die anderen abgeben würden, wäre die Wohlstandsverteilung bezogen auf die gesamte Menschheit bereits wesentlich effizienter. Vermutlich müssten die ärmsten 50% dann auch nicht mehr um das bloße Überleben kämpfen wie bisher.

Der Kommunismus und andere planwirtschaftliche, d.h. vom Verstand geplante und entworfene,  Systeme wollten diese ineffiziente Verteilung mit Gewalt ändern. Doch Gewalt und Zwang sind nicht der Weg der Liebe und deshalb nicht kompatibel mit einem wahrhaft spirituellen Weg.

Das Resultat ist bekannt: Jedes vom Verstand entworfene System, das eingerichtet wurde, um den Menschen zu zwingen „gut“ zu sein, ist gescheitert.

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Eine neue Einsicht ermöglicht eine neue Erde

Ich setze auf Liebe, Einsicht und Erkenntnis, um den Menschen zu transformieren. Ich glaube daran, dass wir in unserer Wirklichkeit alle gut sind, d.h. Liebe. Alles Negative kommt nur durch Einfluss der Täuschung in unser Leben. Und die Täuschung ist das, was nicht ist. Nichts, was wirklich ist, kann vernichtet werden. Wir brauchen nur zu vertrauen und unsere Aufmerksamkeit auf unsere Wirklichkeit richten und alles wird sich richten.

Die Lösung für die oben genannten Probleme mit der ineffizienten Verteilung des Wohlstandes ist das Heraufdämmern der Erkenntnis, dass wir alle wahrhaft Eins sind. Nur aus dem Erkennen des anderen als ich selbst erwächst wirkliche Nächstenliebe.

Das Konzept des Ichs muss erweitert werden. Das ist der Erleuchtungsweg.

Diese Erkenntnis bedingt und beschreibt auch das „Neue Paradigma“.

In der Erkenntnis, dass ich mit meinem materiellen Körper eins bin, bin ich auch mit Mutter Erde eins. Denn sie ist die Materie.

Ich erkenne mich als Zelle im Körper der Mutter Erde, die ich auch im Großen bin. Und als Nichtmaterielles Bewusstsein, aus dem alles Entstandene hervorgegangen ist und in das es schließlich wieder zurückgeht. Auch dieses Bewusstsein und die Materie sind im Grunde eins, es gibt kein zweites.

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Die Wirklichkeit des neuen Paradigmas

Wenn ich mich als Gesamtheit zunehmend erkennen kann, so verspüre ich auch den Wunsch, dass es allen Teilen von mir gut geht. Dass jede einzelne Zelle des Körpers von Mutter Erde leben darf und nicht vom Stärkeren verdrängt wird. Und dass ich mich mehr freue, wenn nicht nur einige wenige Teile von mir selbst sich leben und entfalten können, sondern alle. An der Freude der anderen und der erwachsenden Fülle des Ganzen nehme ich auch als kleiner Teil wiederum einen wachsenden Anteil.

Kranke Zellen und Organe werden von einem Organismus getragen und geheilt, solange wie nötig und möglich. Die Liebe fließt unendlich und verliert niemals die Geduld und die Hoffnung mit keinem.

Niemand muss im neuen Paradigma um sein Überleben kämpfen, auch wenn er gerade einmal nicht funktioniert und den „anderen“ gerade nichts geben kann oder (scheinbar, d.h. durch Einfluss der Täuschung) will. Niemand ist in Wirklichkeit „böse“. Kennt ihr z.B. die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens?

Alles ist auf unserer schönen Erde eigentlich im Überfluss vorhanden, und unsere aktuelle Nahrungsmittelproduktion würde bei verantwortungsvollem Umgang schon heute für rund 12 Milliarden Menschen reichen.

Niemand muss auf dieser Erde um sein bloßes Überleben kämpfen, es gibt genug für alle.

Chancengleichheit statt Einförmigkeit

Das heißt nicht, dass alle Menschen jetzt gleich sein müssen und gleich viel besitzen.

Das entspricht auch nicht der Realität. Es gibt stärkere und schwächere, tüchtigere und fleißigere. Menschen mit großen Aufgaben, Projekten und Träumen und welche mit etwas kleineren.

Um was es mir geht, ist Chancengleichheit für alle. Jeder darf sich individuell verwirklichen und es darf und soll auch Unterschiede geben dürfen, sonst wäre es ja auch langweilig.

Was mir wichtig ist, ist jedoch, in einer Welt, in der mehr als genug für alle da ist, jedem einzelnen Menschen zu ermöglichen, auf einem lebenswürdigen Niveau existieren zu können, ohne dass er bzw. sie dafür mit Gewalt gegen sich selbst und andere kämpfen muss.

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Armut, als Ablehnung von Wohlstand, nützt keinem

Niemand der spirituell ist und edle Ziele hat, muss dafür unbedingt bettelarm sein. Genauso wie eine Zelle im Körper mit genügend Nährstoffen besser funktioniert als ohne, genauso trifft das auch auf uns Menschen im Körper „Mutter Erde“ zu.

 Ein Nährstoffüberschuss, d.h. z.B. sehr viel Geld zu besitzen, ist etwas Positives. Mehr Geld und mehr materielle Dinge lassen unser Glück sogar wachsen, bis zu einem gewissen Punkt. Wenn der Überfluss dann jedoch sehr groß wird, kann unser Glück allerdings nur noch weiter wachsen, wenn auch andere davon etwas haben:

Lest dazu doch bitte mal den folgenden Artikel aus Spiegel60.000 Euro jährlich reichen für vollendetes Glück“. Die moderne Wissenschaft stützt hier also meine Ansicht: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,716132,00.html

Das Leben als Miteinander statt als Gegeneinander

Macht es uns nicht glücklicher, was alles auf dieser schönen Erde entstehen könnte, wenn ein jeder sich selbst verwirklichen könnte, so wie er gemeint ist?

So vieles an Kreativität und Schönheit für alle wäre möglich, wenn das Leben der Menschen miteinander kein Kampf mehr wäre. So viel Raum für Neues würde entstehen…

Wir haben alle den weiten Weg aus dem kosmischen Urgrund genommen, um uns hier auf dieser Erde zu treffen und hier zu inkarnieren. Wir sind alle eins!

Wollen wir diese Zeit wirklich nur damit beschäftigen, dauernd gegeneinander zu kämpfen?

Soll das unser Leben sein? Wir haben es tatsächlich in der Hand…

Spirituelle Erkenntnis und Schlussfolgerung

Denkt daran, es gilt: „Wie innen, so auch außen“. Das Gesetz der Resonanz erschafft unsere Wirklichkeit unfehlbar entsprechend unserem „So-Sein“. Niemand kann uns wirklich etwas antun und uns beeinflussen, außer wenn wir es wollen und zulassen.

Wenn wir das neue Paradigma „Liebe, Teilen und gegenseitige Anteilnahme“ daher in uns selbst zulassen, wird es sich auch in unserem Außen entsprechend materialisieren. Übernehmt daher Verantwortung für Euch selbst und Eure Träume!

Wir müssen niemanden im Außen zwingen uns zu folgen, jeder ist in Ordnung so wie er ist und auch wie er sein möchte. Es gibt in Wirklichkeit für uns keinen Mangel, außer wir erschaffen ihn.

In Liebe Euer Damodar Bernhard ;-)

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