Vergöttlichung des Menschen

Liebe Freunde, liebe Interessierte!

In diesem Newsletter behandeln wir die Stufen der menschlichen Entwicklung und die Vergöttlichung des Menschen. Wir sehen uns dabei die menschliche Entwicklung durch die Bewusstseinszentren/Energiezentren und auch aus der zeitlosen Perspektive von Erwachen an.

Menschliche Evolution durch die Energiezentren

Zunächst eine kurze Skizze der Evolution des menschlichen Bewusstseins, zuerst gesehen aus Sicht der linearen Entwicklung durch die Raum-Zeit.

Menschliche Entwicklung geschieht aufwärts durch die Energiezentren (Chakren). Die beiden horizontalen Linien, erste und zweite "Hauptbarriere" zeigen Grenzen an, wo die Illusion des Egos beim Menschen besonders stark ist und er/sie sich sehr ganz besonders schwer tut, diese Barrieren hinter sich zu lassen.

Die erste Barriere kennzeichnet den Übergang vom Egoismus hin zur überpersönlichen Liebe, die zweite Barriere die Überwindung der Sinneswelt und der dualen Wahrnehmung:

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Evolution – Das erwachte Bewusstsein –
Ich-bin-Präsenz

Und hier noch eine zweite Skizze, die die Evolution aus Sicht der Ich-Bin-Präsenz, dem erwachten Bewusstsein "ich bin", zeigt. Dieses Bewusstsein ist das wahre Selbst, jenseits des Traums, dass schon immer voll verwirklicht ist, was wir auch schon im Traum bzw. menschlichen Leben erkennen können.

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Die weitere Erläuterung der beiden Skizzen erfolgt weiter unten.

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Aufstieg zu Gott durch Selbsterkenntnis und anschließender Hingabe

Demontiere dieses ganze Ego! Und indem du das Ego auseinander nimmst, wirst du dein wahres Sein entdecken. Diese Entdeckung ist die großartigste Entdeckung überhaupt, denn damit beginnt eine völlig neue Pilgerreise – zur höchsten Seligkeit, zum ewigen Leben. – Osho[1]

Wie uns auch das obige Zitat aufzeigt, geschieht der Aufstieg zu Gott in zwei Abschnitten, die zumeist zu verschiedenen Zeitpunkten geschehen.

Der erste Abschnitt ist die Selbsterkenntnis als Bewusstsein, eins mit Gott, das spirituelle Erwachen. Es ist die Erkenntnis, dass ich schon immer die zeitlose
ICH-BIN-Präsenz bin. Ein Erinnern, wer ich wirklich bin, jenseits des Traums des zeitlichen Lebens.

Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde,
bin ich. – Christliche Bibel, Johannes  8:58

Der zweite Abschnitt ist die Hingabe der weltlichen Persönlichkeit und aller Wünsche an Gott, bzw. die Auflösung des menschlichen Egos, die schrittweise Auflösung des Traums von Raum und Zeit, dies ist die Evolution der Seele aus und durch die Raum-Zeit.

Dieser Aufstieg zu Gott ist in den heiligen Schriften der Menschheit als Endziel des spirituellen Weges gut dokumentiert, hier einmal zwei Beispiele:

Christentum:

Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Stuhl zu sitzen, wie ich überwunden habe und mich gesetzt mit meinem Vater auf seinen Stuhl.
– Bibel, Offenbarung 3:21

Hinduismus / Indien:

Tat tvam asi[2] = "Du bist das. – Große Verkündigung des Vedanta.

Damit das Ganze für Sie, den/die liebe(n) Leser(in) verständlich wird, wollen wir beginnen mit der Erläuterung der beiden Skizzen.

Erläuterung der beiden Skizzen

Für einen vollständigen Aufstieg zu Gott müssen also zwei Bedingungen vollständig erfüllt sein:

1) Erstens muss das wahre Selbst (ich bin Bewusstsein, ich bin du bzw. Alles ist Eins und „wir bin Gott“) erkannt[3] werden – das Erwachen. Dieses Wissen wird in Skizze 2, „Ich-Bin-Präsenz“ grafisch dargestellt.

2) Zweitens muss die menschliche Persönlichkeit in der Raum-Zeit einen Transformationsprozess durchlaufen, indem sie sich von einem egozentrischen Wesen zu einer völligen Widerspiegelung Gottes im Menschen verwandelt, d.h. das Ego muss völlig in Gott aufgelöst werden, damit eine Auferstehung in Gott gelingen kann.  Dieser Vorgang wird in Skizze 1, „Menschliche Evolution durch die Energiezentren“ dargestellt.

Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Es sei denn dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. – Christliche Bibel Johannes 3:5

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„Wiedervereinigung“ von Geist und Materie, Männlich und Weiblich in Gott

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Eine völlige Erleuchtung in Gott ist also sozusagen auch eine bewusste göttliche „Wiedervereinigung“ der zeitlosen Ebene der Ich-Bin-Präsenz mit der Schöpfung in Gott, der einzigen, ewigen, unveränderten und zeitlosen Realität.

Die göttliche Wirklichkeit wird dann auf der menschlichen Ebene in der Person des Verwirklichten völlig widergespiegelt, sichtbar in der Reinheit der Persönlichkeit gleich einem Kristall (Buddhanatur).

Schritt 1: Erkenntnis von sich selbst als die ICH-BIN-Präsenz

Die Selbsterkenntnis, wer ich wirklich bin, wird "geistige Geburt" genannt.

Sie geschieht, wenn ich mir ehrlich die Frage stelle: "Wer bin ich?", und tief in mich schaue.

Erwachen ist nichts anderes als ein ERINNERN, wer ich wirklich bin, ein Gewahrwerden meiner selbst während des Traums des menschlichen Lebens.

Diese geistige Geburt kann dann entstehen, wenn ich wirklich ehrlich wissen will, wer ich bin, und nicht das Bedürfnis verspüre JEMAND bestimmtes (in der Raum-Zeit) zu sein oder etwas darzustellen, z.B. eine gewisse Rolle/Persönlichkeit sein zu wollen.

Solange ich noch " Jemand " sein will, sind meine geistigen Augen geschlossen für die Wirklichkeit, denn ich habe ja schon meine Sichtweise gefunden und bin dann nicht offen für die Offenbarung aus der Stille, wer ich wirklich bin.

Sobald ich aber bereit bin, meine alte Identität loszulassen und mich zu öffnen, kann die geistige Geburt in jedem Augenblick geschehen.

Die geistige Geburt kann dabei als teilweises oder vollständiges Erwachen geschehen.

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Unvollständiges Erwachen

Teilweise ist ein Erwachen dann, wenn ich direkt im Bewusstsein (nicht rein intellektuell) z.B. erkenne, dass alles eins ist und ich und du derselbe sind (Erkenntnis der Illusion des individuellen Egos).

Oder ich erkenne die Irrealität der unabhängigen Existenz von allem Geschaffenen und die Nicht-Existenz der Begrenztheit von Zeit und Raum in der Dimension der Ewigkeit, ich erfahre die Stille meines Seins.

Vollständigkeit der geistigen Geburt

Vollständig ist die geistige Geburt, wenn beide Achsen, die horizontale Achse der Liebe "Alles, was ist, ist eins " und die vertikalen Achse der singularen Konzentration[4] bewusst wiedervereint sind.

Dann weiß ich wieder, wer ich wirklich bin, dass alles ich bin und dass ich nichts Konkretes bin und doch alles. Dass ich nur reines unverändertes Bewusstsein bin, ewig und alles beinhaltend, ungetrennt von allem, was da scheinbar ist, scheinbar war und scheinbar sein wird, dort wo in Wirklichkeit nur ewig unveränderter Geist – ich – ist.

Weisheit des Erwachens

Wenn ich erwacht bin, weiß ich wieder also wieder bewusst, dass ich Gott bin, Gott, der scheinbar den Traum des Lebens träumt. Alle anderen und ich als Person selbst sind Traumfiguren aus und von mir selbst.Ich bin du und du bist ich. Alles ist eins.

Wenn ich erwacht bin, weiß ich, dass ich bereits JETZT Gott bin, dass ich nicht erst Gott werden muss, dass ich in Wirklichkeit alles schon BIN, was ich je gesucht habe etc.

Was danach zu tun bleibt, ist meine Erfahrung an das Wissen anzugleichen: die Erfahrung des Traums des leidvollen Daseinskreislaufes (Samsara) bzw. die begrenzte Erfahrung meines Egos hinzugeben um der Erfahrung Gottes selbst willen.

Dann verstehen wir auch die tiefe Weisheit, die uns Jesus Christus hinterlassen hat:

Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde: Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Wenn das Weizenkorn nicht stirbt, bleibt es alleine. Wenn es aber stirbt, bringt es viele Frucht. Wer sein Leben liebt, verliert es, und wer sein Leben in dieser Welt hasst, der wird es zu ewigem Leben bewahren. – Christliche Bibel, Johannesevangelium 12,23-25

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Schritt 2: Vom Erwachen zur Expansion der Liebe

Wenn ich mich selbst wieder erkannt habe als Gott, reines Bewusstsein, eins mit allem, alles und doch kein Ding, nicht-dual, sondern DAS, dann kann ich also entweder

A) Bei dieser Erkenntnis stehen bleiben, stagnieren, und das Leben eines erwachten Menschen leben, nun gleich einem luziden Traum aber mit menschlichen Dramen, wie jeder andere auch. Ich weiß dann, dass ich Gott bin (ganz sicher), aber ich ERFAHRE dennoch nur das menschliche Ego. Entwickle mich auf dieser Ebene sogar weiter, jedoch nur auf der horizontalen Ebene (Raum-Zeit)...

B) Oder ich kann diese einmalige Erkenntnis nutzen, um wirklich eine (vertikale) Veränderung meiner Erfahrung herbeizuführen und statt einer menschlich-gewöhnlichen eine göttliche Erfahrung völlig frei von jeglichem Leid zu manifestieren.

Dann kann ich zunächst Gott als Erfahrender in unendlicher Ekstase (6. Stufe) erfahren und später völlig eins mit Gott werden (7. Stufe, „ Moksha “). Das Bewusstsein bewegt sich dann vertikal nach oben zur übermenschlichen teilweisen (6. Stufe) oder vollständigen (7. Stufe) Auflösung der Erfahrung der Begrenzung durch die Raum-Zeit hin[5]. Das Bewusstsein der großen Heiligen, Mystiker und Avatare.

Die meisten Erwachten wählen allerdings nur Möglichkeit A), was ich persönlich schade finde. Denn sie unterliegen damit immer noch einer subtilen Illusion , da sie glauben, Glück in der menschlich-begrenzten Erfahrung, der Erfahrung DES EGOS, egal auf welcher Entwicklungsstufe des Egos auch immer, zu finden. Dort wo eigentlich nur das Leid ist (Samsara)[6]!

Dabei steckt in uns so viel mehr, wir können unseren Geist in die höchsten Höhen aufschwingen und in der Ekstase göttlicher Liebe leben, frei von jeglichem Leiden, wenn wir es nur wollen.

Ich habe wohl gesagt: "Ihr seid Götter und allzumal Kinder des Höchsten
–Christliche Bibel Psalm 82:6

und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
– Christliche Bibel Offenbarung 21:4

Die menschliche Evolution durch die Bewusstseinszentren, der Aufstieg des Geistes zum Thron Gottes

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Im ersten Schaubild, kannst du, liebe(r) Leser/-in eine menschliche Figur sehen, in die ich 7 Energiezentren eingezeichnet habe. Diese Energiezentren sind verschiedenen Bewusstseinsebenen zugeordnet, die wir in unserer menschlichen Entwicklung durchlaufen. Sie haben, neben ihrer seelischen Entsprechung auch eine körperliche Entsprechung, wie aus ihren Bezeichnungen (siehe unten) deutlich wird.

In der indischen Spiritualität sind diese als „Chakren“ (Räder) bezeichnet, aber auch in der christlichen Bibel finden wir indizierte Hinweise auf die 7 Energiezentren.

Die Chakren werden dabei durch den allmählichen Aufstieg der Lebensenergie ( Kundalini ) durch die feinstoffliche (=astrale) Wirbelsäule ( Sushumna ) nach oben hin geöffnet.

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Kurz eine Beschreibung der 7 Bewusstseinszentren:

Die Lebensenergie überwindet sieben Bewusstseinszentren (Chakren)auf ihrem Rückweg zum Thron Gottes. Dabei gibt es zwei Hauptbarrieren, bei der die Illusion ganz besonders schwer zu überwinden ist.

1. Wurzelzentrum (Muladhara): Stabilität, körperliches Überleben, Erdung
Element: Erde

2. Sakralzentrum (Svadhistana): Sinnlichkeit, Sexualität, Kreativität
Element: Wasser

3. Bauchzentrum (Manipura): Willenskraft, Individualität, Selbstkontrolle, Macht
Element: Feuer

---------- 1. Hauptbarriere des Aufstiegs von der Persönlichkeit zur Alliebe ---------

4. Herzzentrum (Anahata): überpersönliche Liebe, Mitgefühl, Offenheit, Menschlichkeit
Element: Luft

5. Halszentrum (Vishudda): Wahrheit, mentale Kraft, Inspiration, Kommunikation, Kreativität Element: Äther

---------- 2. Hauptbarriere der Überwindung der Sinneswelt zur nichtdualen Wahrnehmung ----------

6. Stirnzentrum (Ajna): Intuition, Selbsterkenntnis, Vorstellungskraft
kein Element!

7. Scheitelzentrum (Sahasrara): Erleuchtung, Nicht-Dualität, Spiritualität kein Element!

In jedem Menschen sind alle 7 Zentren immer teilweise geöffnet

In jedem Menschen sind alle 7 Zentren vorhanden und kommen auch bei JEDEM Menschen mehr oder weniger zur Geltung.

Dennoch sind die Zentren bei den verschiedenen Menschen, je nach individueller Entwicklungsstufe, verschieden stark geöffnet, was die Unterschiede in der geistigen Entwicklung der Menschen in der Raum-Zeit ausmacht.

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Jeder Mensch befindet sich dominant auf einem bestimmten Bewusstseinszentrum

Jeder Mensch befindet sich jedoch immer schwerpunktmäßig mit seinem Bewusstsein auf der Höhe eines gewissen Energiezentrums. Dies ist die Stufe der menschlichen Entwicklung (in der Zeit), da man vom erreichten Zentrum nicht mehr zurückfällt.

Man kann z.B. ein Mensch sein, der sich  auf der Ebene des Wurzelzentrums aufhält oder z.B. jemand sein, der im Bewusstsein  im Bauch oder Herzzentrum zentriert ist.

Je nachdem, welches Zentrum vorherrschend ist, wirkt die Persönlichkeit anders nach außen bzw. hat eine andere vorherrschende Bewusstseinsstufe.

Ein Beispiel in Bezug auf die Arbeitstätigkeit[7]:

– In der ersten Stufe (Wurzelzentrum) ist man sehr träge und muss von außen motiviert werden bzw. wird von den äußeren Umständen zur Tätigkeit gezwungen.

– In der zweiten Bewusstseinsstufe arbeitet man, auf Sicherheit bedacht, in der Regel unselbständig (als Angestellter) FÜR die materiellen Dinge (Haus, Produkte, Urlaub etc.).

– Die dritte Bewusstseinsstufe beinhaltet die selbstständige Arbeit als Unternehmer (Unternehmerbewusstsein).

– In der vierten Stufe ist alle Tätigkeit nur noch auf überpersönliche menschliche Dinge ausgerichtet und man hat Lösungen für die wahren menschlichen Probleme der Welt.

– In der fünften Stufe braucht es keine Ziele des Verstandes mehr, sondern man ist einfach und inspiriert; hebt alleine dadurch schon die Menschen und lebt einfach sich selbst in jedem Augenblick.

– In der sechsten Stufe ist man von der Sinneswelt abgekehrt und nimmt nur noch Gott selbst wahr[8].

– In der siebten Stufe ist man völlig mit Gott verschmolzen und in die Stille des Seins eingegangen, die Dualität von Erfahrendem und Erfahrung wurde aufgehoben.

Es gibt hier sehr verschiedene Ausprägungen. Man kann z.B. im Sexualzentrum (2. Chakra) dominant zentriert sein, und dabei ein stark geöffnetes Stirnzentrum (6. Chakra) haben. Das sind dann Leute, die z.B. starke intuitive Fähigkeiten haben aber dennoch in ihrer Lebenseinstellung hauptsächlich aufs Genießen etc. eingestellt sind.

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99% der Menschen sind in den weltlichen Bewusstseinszentren  1 - 3 zentriert

Dabei kann man die Entwicklung der Menschheit noch einmal grob in 3 Hauptebenen unterteilen, angedeutet auch durch die zwei Hauptbarrieren in der Skizze 1.

Fast alle Menschen (mehr als 99%) befinden sich tatsächlich nur dominant in der Bewusstseinsstufe 1 bis 3 und haben damit das Sinnesbewusstsein nicht überwunden.

Mit Hilfe eines ausgerichteten und echten geistigen Weges ist es jedoch fast jedem Menschen hier möglich, noch in diesem Leben die Zentriertheit in den weltlichen Bewusstseinszentren zu überwinden. Man muss es wirklich wollen und sich auch hingeben!

Bewusstsein identifiziert mit der tierisch-sinnlichen Stufe (1 - 3):

In den Bewusstseinszentren 1-3 steht das eigene ICH (Ego), die materielle Welt und das Sinnesbewusstsein im Vordergrund.

Man lebt für persönliche Ziele, Geld, Erfolg, Genuss, Sex, die eigene Entwicklung im Vergleich zu anderen (d.h. höher stehen als andere), GELIEBT werden (anstatt vorrangig Liebe) als Ziel etc. etc., die Sinnes-Welt übt große Faszination aus.

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Das Bewusstsein in der Stufe des höheren Menschseins (4 - 5):

Eine deutliche Änderung des Bewusstseins tritt ein, wenn das Bewusstsein die Bauchschwelle übertritt[9] und sich dauerhaft darüber im Herzen zentriert. Hier integriert man die zeitlosen göttlichen Anteile des Menschseins in der Zeit .

Dann lebt man nicht mehr für die persönlichen Wünsche und Ziele, sondern hat sich selbst als reine Liebe, als Eins mit allen erkannt und lebt diese Liebe auch in ALLEN Angelegenheiten. Alles Materielle und alle persönlichen Wünsche müssen hier zwar noch nicht komplett aufgegeben werden, stehen aber stets zurück, die Liebe dominiert.

Im Herzchakra und darüber gilt, in verschiedenen Verfeinerungsstufen, vor allem: "Nicht mein (Ego-) Wille geschehe, sondern dein (Gottes-) Wille geschehe DURCH mich!"

Die Entwicklung dieses Bewusstseins geschieht zuerst im Herzzentrum und geht dann in einer erhöhten Verwirklichung im Halszentrum auf.

Im Halszentrum ist der Mensch dann sehr rein (Sattva) und steht bereits an der Brücke zur Nichtmaterialität . Auch die erfahrene Freude steigert sich nochmal stark im Halschakra im Vergleich zum Herzzentrum. Man lebt in der Bewusstseinsstufe eines Mystikers…

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Anzeichen für die Realisation der höheren Ebene: Ekstase

Ein Anzeichen für das Leben in diesen Stufen, vor allem ab der 5. Stufe (Vishuddi) ist, dass man bereits permanent in einer leichten Ekstase lebt. Einer göttlichen und nicht sinnlichen Ekstase, die Ekstase der bedingungslosen Liebe.

Einer Ekstase, die einen auch nicht mehr verlässt, wenn man kein Geld mehr hat oder keine Freunde im Außen, eine Ekstase, die völlig von der Welt unabhängig ist, eine Verliebtheit in Gott...

Eine Ekstase im Menschsein in Abgrenzung zur Göttlichkeit:

Die Ekstase kann in diesem Bewusstsein nur noch kurzfristig von menschlichen, dualen, Gefühlswallungen überlagert werden und kehrt dann aber schnell wieder zurück.

Eine vollständige und ununterbrochene Ekstase, auch z.B. unter körperlicher Folter, ist dann Kennzeichen der Göttlichkeit (Stufen 6-7), in der das Bewusstsein von der Sinneswelt abgekehrt ist. In der Stufe der Göttlichkeit nimmt auch die Stärke der Ekstase (Ananda) noch einmal erheblich zu, im Verhältnis zur 4. und 5. Bewusstseinsstufe.

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Überwindung der Erfahrung der Sinneswelt, Vergöttlichung und Aufstieg zu Gott:

Mit dem Erreichen des wahren Menschseins (Stufen 4-5) endet also die menschliche Entwicklung nicht, es gibt noch eine höhere Stufe zu erklimmen, eine Stufe, die das Bewusstsein weg von der Erfahrung Gottes führt und hin zur absoluten Einheit mit Gott, zur Gott-Verwirklichung, zur nicht-dualen Wahrnehmung zum Verweilen im Sein Gottes ("Ich bin Brahman (Gott)"), zum Leben im permanenten Überbewusstsein (Samadhi), jenseits der Illusion von Raum und Zeit, jenseits vom Sinnesbewusstsein – eins mit der Stille , die alles ist.

Diese Entwicklungsstufe ist erreicht, wenn dein Bewusstsein permanent über das Halszentrum hinaussteigt, und geht auch in 2 Stufen von sich.

In der 6. und 7. Stufe wird der Mensch erst mit Gott abschließend völlig gleichgestaltet (Ebenbild Gottes) und anschließend vereinigt sich die individuelle Seele vollständig mit dem göttlichen Geist.

Erst wird die Welt abgekehrt und man erfährt Gott in seiner "Reinform";
später endet auch diese Erfahrung, man wird völlig eins mit der Stille.

In Gott gibt es letztlich keine Dualität, deshalb ist völlige Vereinigung (Kaivalya) sogar das Ende der Erfahrung Gottes und dann eben totales Aufgehen bzw. Einswerden in Gott...

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Meine persönliche Erfahrung durch Aufstieg ins Halszentrum (5. Stufe)

Ich weiß von was ich spreche, denn diese Entwicklung ist auch meine persönliche Erfahrung, ist Teil meiner geistigen Entwicklung der letzten äußerst intensiven 16 Jahre.

Ich lebe aktuell, aufgewacht und bereits bewusst wissend – wer ich wirklich bin (geistige Geburt), in meiner menschlichen Entwicklung im Moment auf der Höhe des Halszentrums und meditiere auf die Hebung der Lebensenergie ins Stirnzentrum (6. Zentrum).

Ich kann Euch bereits heute sagen, liebe Leute, dass die gewöhnliche menschliche Erfahrung (Stufen 1-3) völlig verblasst, gegenüber das, was Gott für Euch bereit hält, wenn ihr mehr von Gott an Euch zulasst, bereits in der 4. und 5. Bewusstseinsstufe, was auch jeder kann, der will…

Wenn der aktuell laufende kollektive (für alle, die ihn zulassen) spirituelle Aufstieg durch den heiligen Geist Gottes abgeschlossen sein wird, wird es viele Leute geben, die in die Bewusstseinsstufe 4-5 aufgestiegen sind (vollständiger Aufstieg auf 4D) und einige, die auf die 6. und schließlich 7. Stufe aufsteigen (vollständiger Aufstieg auf 5D).

Andere Menschen kommen nicht gleich soweit und steigen teilweise auf, z.B. sind an der Liebe orientiert aber können sie z.B. noch nicht vollständig ausstrahlen etc. Sie entwickeln sich aber in ihrer eigenen Geschwindigkeit als Nachzügler des Aufstiegs weiter vorwärts.

Vielleicht kann ich ja den einen oder anderen Menschen mit meinem Text ermutigen, mehr von sich selbst zu entdecken. Es würde mich freuen! Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt…

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Wie man den geistigen Weg erfolgreich geht:

  1. Meditation, wer bin ich?
  2. Jede erkannte Wahrheit in Leben umsetzen.
  3. Kluger Umgang mit der sexuellen Energie.

Zu 1). Meditation, wer bin ich?: Jeder Mensch, der einen geistigen Weg ernsthaft betreibt, ist in erster Linie an der Auflösung der großen Fragen des Lebens interessiert: Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der Sinn des Lebens? Was ist Liebe? Gibt es Gott? Was ist Wahrheit?

Auf diese Fragen gibt es Antworten. Nicht in schlauen Büchern, sonder nur im Geist bzw. bei der Quelle selbst. Die Antworten können durch den Verstand aufgrund seiner dualen Natur auch nicht direkt verständlich von einem Menschen zum anderen weitergegeben werden, sondern müssen direkt an der Quelle erfahren werden und man muss letztlich mit der erkannten Wahrheit wieder bewusst verschmelzen (spiritueller Transformationsweg).

Spirituelle Wahrheit ist nicht auswendig lernbar, sondern hat in höchster Weise etwas mit uns selbst zu tun.

"Sondern wie geschrieben steht: "Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben." – Christliche Bibel 1.Korinther 2:9

Zu 2). Jede erkannte Wahrheit in Leben umsetzen: Um zur Wahrheit zu gelangen bzw. diese zu erkennen, muss jede echte Wahrheit des Herzens , die man erkennt, in allen Belangen des Lebens umgesetzt werden. Es darf keine Spaltung zwischen Wissen und Tun entstehen.

Im spirituellen Leben bauen viele Erkenntnisse darauf auf, dass man durch sein Denken, Fühlen und Handeln mit der vorherigen, niedrigen Stufe eins geworden ist.

Da es aufeinander aufbaut, kann man nur zur höchsten Stufe gelangen, wenn man ein ehrliches und an der eigenen erkannten Wahrheit ausgelegtes Leben tatsächlich auch lebt .

Lebt also immer mutig die aktuell höchste Erkenntnis von Euch selbst!

Zu 3). Kluger Umgang mit der sexuellen Energie: Ohne einen klugen Einsatz der sexuellen Energie wird spiritueller Fortschritt nur extrem langsam geschehen und letztlich unmöglich. Dieser Zusammenhang wird oft vergessen bzw. zu wenig beachtet oder ist einfach unbekannt.

Die Evolution durch die Chakren geschieht durch den Aufstieg der Energie nach oben. Wenn aber zu wenig Energie da ist, kann der Aufstieg nicht oder nur teilweise geschehen.

Es ist daher wichtig, mit der sexuellen Energie konstruktiv umzugehen und diese bewusst zu machen. Man muss dabei nicht unbedingt in völliger Enthaltsamkeit leben, sondern es gibt mehrere Möglichkeiten, obwohl Enthaltsamkeit ein Weg zu Gott ist.

Es gibt z.B. auch eine auf wahre Spiritualität ausgerichtete Sexualität, die Entwicklung von Liebe und Bewusstsein fördert. Man kann die sexuelle Energie positiv nutzen, damit heilen oder einfach mehr Bewusstheit erlangen. Es kommt auch bei richtiger Anwendung zu keinem Energieverlust von spiritueller Energie wie es z.B. bei einem gewöhnlichen unbewussten Samenerguss etc. der Fall ist.

Positiver Umgang mit der Sexualenergie ist aber in der Regel nicht das Gleiche, was heute oft als "Tantra" bezeichnet wird, sondern ist letztlich auf die Überwindung der Anhaftung an die Sinne ausgerichtet.

Die sexuelle Lebensenergie kann man im Laufe eines spirituellen Weges spüren lernen und dann einfach durch Bewusstheit auch immer mehr willentlich lenken.

Dann weiß man auch, dass es eben nicht nur altbackende Behauptungen alter Meister sind, sondern man fühlt am eigenen Energiekörper, wie wichtig ein konstruktiver Umgang mit der Lebensenergie – Kundalini Shakti – ist.

Ich möchte im Rahmen dieses Newsletters das Thema Sexualität allerdings erst mal nur anschneiden, da es ansonsten wahrlich den Rahmen sprengen würde. Es ist dann das Thema eines anderen Newsletters.

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Fazit:

So, das war nun ein kleiner Überblick über die menschliche Evolution ins göttliche Bewusstsein.

Lesen alleine nützt uns allerdings nur wenig. Um wirklich die oben beschriebenen schönen Bewusstseinszustände zu erfahren, ist es von Nöten, den spirituellen Weg auch mit vollem Einsatz zu gehen.

Der spirituelle Weg ist dabei kein Hobby oder eine Nebenbeschäftigung, sondern eine vollständige Ausrichtung des eigenen Lebens auf Liebe und Weisheit in allen Angelegenheiten.

Nur, wenn wir wirklich mit ganzen Herzen nach dem "Königreich Gottes" in uns suchen, werden wir in den Genuss einer anderen Erfahrung kommen können als das übliche menschliche Leid.

Dass es möglich ist, ist seit langer Zeit bekannt und kann auch – mit relativ wenig Aufwand – bereits nach kurzer Zeit erfahren werden. Zumindest schon die Anfangserfolge.

Alles was man braucht ist Offenheit und Mut. Mut, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und seinem eigenen Leben wirklich eine Bedeutung zu geben, anstatt einfach immer nur im gleichen Trott vor sich hin zu leben.

Für eben den einen neuen Pfad, der zur Unsterblichkeit, zur Glückseligkeit und zur Erfüllung unseres Seinsauftrages führt.

In diesem Sinne wünsche Euch allen Mut und Begeisterung für den geistigen Weg!

In Liebe!

Euer Damodar Bernhard Goller

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[1] Osho, das Buch vom Ego, S.18, Allegria/Ullsteinbuchverlage Zum Text

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Tat_Tvam_Asi Zum Text

[3] Erkenntnis ist hier natürlich mehr als eine rein intellektuelle Erkenntnis, sondern eine erfahrene Einheit. Wer wirklich Gott erkennt, der zweifelt nie mehr; genauso wie man z.B. sicher ohne Notwendigkeit eines intellektuellen Beweises weiß, dass man existiert etc. Zum Text

[4] Die vertikale Achse der Konzentration ist die Erkenntnis der Illusion von Zeit und Raum bzw. wenn "Geist/Gott ist die einzige echte singulare Realität" erfahren bzw. erinnert wird. Zum Text

[5] Nirwana („Verlöschen“) wird von vielen fälschlicherweise als ein negatives, lebensabweisendes Ziel betrachtet. In der Ewigkeit jedoch ist alles immer enthalten und nichts geht jemals verloren. Ich habe dazu zum besseren Verständnis einen Blogeintrag gemacht: http://erde-und-geist.de/blog/?p=330 Zum Text

[6] Diese Stufe der Entwicklung wird gut in unserem alten Newsletter „Erleuchtung erklärt anhand des Films Little Buddha“ verständlich gemacht. Es handelt sich um die vorletzte Stufe, wo Buddha sich selbst gegenüber sitzt und Mara (verkleidet als Buddha) zu ihm sagt: „Aber ich bin dein Haus und du lebst in mir“. Siehe http://www.erde-und-geist.de/gedanken/little_buddha.pdf Zum Text

[7] Hier nur auf das Thema „Arbeit“. Die verschiedenen Bewusstseinsstufen zeigen sich auch anders in anderen Lebensfeldern. Zum Text

[8] Eine Beschreibung dieses hohen Bewusstseinszustandes kann man z.B. im Traktat „Von der Abgeschiedenheit“ vom christlichen Heiligen Meister Eckhardt von Hochheim lesen. Achtung: Dieser Bewusstseinszustand ist für Menschen, die den geistigen Weg noch nicht betreten haben oder Anfänger auch theoretisch nur sehr schwer nachzuvollziehen. Das Traktat kann man an verschiedenen Adressen im Internet finden, unter anderem z.B. hier: http://goo.gl/6MXKPM Zum Text

[9] Der Prozess des Übertritts ist auch energetisch spürbar und kann extrem schmerzhaft sein, da der Umbruch so groß ist. Der Umbruch kann sich dabei auch durchaus über mehrere Monate hinziehen. In professionelleren Darstellungen der Chakren kann man auch häufig grafisch sehen, dass der Abstand zwischen dem dritten Zentrum (Manipura) und dem vierten Zentrum (Anahata) sehr groß ist. In der Darstellung in unserem Newsletter wurde der große Sprung durch Trennlinien im Diagramm gekennzeichnet. Zum Text


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